Donnerstag, 20. September 07

Von Zaubergärten und verschwundenen Radfahrern

Der Herbst lässt unweigerlich Einiges in anderem, besserem Licht erscheinen.

Ein Altweibersommer lässt nochmals schöne Dinge Revue passieren, weckt also Erinnerungen, die, aufgrund der verstrichenen Tage, Wochen oder Jahre vielleicht etwas geschönt sind. Trotzdem, in diesem Falle lassen wir uns gerne erneut verführen.

So erging es uns mit dem Parco Scherrer in Morcote. Vor beinahe zwanzig Jahren war ich mit meiner Grossmutter in diesem Zaubergarten und immer wieder faszinierten mich die Erinnerungen daran. Vor etwa 10 Jahren war ich einer Geschäftreise wegen im Juli in Morcote und wollte ganz alleine diesen Park besuchen, wurde aber abgeschreckt durch übervolle Reisecars, kurzbehoste Amerikanerinnen und gamsbartbewehrte Filzhutträger, fotogeile Japaner und übelgelaunte Schweizerpaare – kurzum, ich liess erschreckt von meinem Vorhaben ab.

René kannte den Parco Scherrer nicht und da inzwischen die Nachsaison begonnen hat, beschlossen wir, ganz gemütlich Richtung Morcote aufzubrechen.

Gegen Mittag konnten wir auf einem kleinen Parkplatz sogar eine Parklücke ausmachen und erstanden anschliessend zwei Eintritte für den stolzen Preis von je Fr. 9.-. Alles im grünen Bereich, denn wir wollen ja einen aufwändig zu erhaltenden Park besichtigen…

 

Arthur Scherrer, ein Tuchfabrikant und –händler hat sich hier ein Traum verwirklicht: Aus einem mit Unkraut und Kastanienbäumen überwachsenen steilen Grundstück am See zauberte er unermüdlich ein kleines Paradies, bis zu seinem Tode 1956.

Ein wunderschöner Spaziergang durch exotische Pflanzen, die hier im fast subtropischen Klima prima gedeihen. Realisierte Träume von griechischen Tempeln, siamesischen Teehäusern in Bambushainen, arabischen Häusern, römischen Terrassen bis hinunter zum indischen Palast. Auch wenn sich nun mancher fragt, ob das nicht an Kitsch grenze – nein, tut es nicht, wenn ich weiss, dass Herr Scherrer dies in den Jahren 1930 – 56 geschaffen hat und sich sehr genau an originale Vorlagen gehalten hat. So beispielsweise der ägyptische Tempel mit der Nofretete, die originalgetreue Nachbildung von Berlin!

Auch René hat’s gepackt und wir geniessen unser Picknick auf einem der unzähligen Bänkchen, die es ebenfalls zu entdecken gibt. Die Ruhe geniessen wir einmal mehr und unser Blick schweift auf das gegenüberliegende Porto Ceresio. Sogar die Zöllner machen grad Siesta auf dem Boot.

Porto_ceresio_3 Die Aussicht vom griechischen Tempel Richtung Porto Ceresio

Teehaus2  Vor dem Siamesischen Teehaus

Es gibt viel zu entdecken:

Von der Libelle (ehrlich, ich habe nur ca 37 mal probiert, sie mit der Fotokamera einzufangen...)
über versteckte Quellen bis hin zur Glücksschildkröte:

Libelle2  Glcksschildkrte

 

Allein eines betrübt mich:

Obschon ich manchmal einen Hang zum Perfektionismus habe, finde ich, dass im Garten ein „Mut zur Lücke“ unbedingt hingehört. Allerdings stelle ich mir hier die Frage, ob die Gemeinde Morcote nicht etwas sehr lasch mit dem nun doch eintreffenden Geldsegen umgeht. Eine liebende Hand, ein geübtes Auge und viele Dinge wirkten nicht ganz so vernachlässigt wie jetzt. Vielleicht ist mir das vor zwanzig Jahren nicht aufgefallen, aber einiges ist doch offensichtlich…

Genug der trüben Gedanken – auf zum wohlverdienten Kaffee!

 

Als ich vor eben 10 Jahren hier weilte, lud uns der Gemeindepräsident zu einem Nachtessen im Grotto der Alpe Vicania über Vico Morcote ein.

Damals gehörte das Grotto Giovanni Albisetti, der die Alpe nach einer sehr erfolgreichen Radrennfahrerkarriere Mitte der 70-er zu einem Alpgasthof umfunktionierte. Coniglio mit Polenta, Tagliatelle allo Zafferano oder je nach Saison gefüllte Tortelloni, und und und – für alles war Giovanni selber zuständig. Die Gaststube wirkte vielleicht auf den ersten Blick etwas kitschig, aber trotzdem störten die Maiskolben, der Kupferkessel und die karierten Tischdecken nicht, frau fühlte sich einfach wohl und das Essen stimmte. Das Grotto ist zu Fuss in ca 30 Min. ab Vico Morcote erreichbar und auch für mutige Autofahrer gibt es einen kurvenreichen Weg nach oben.

René und ich geniessen es, auf diese Waldlichtung zu kommen, erklimmen die letzten Meter zum Grotto und – ich staune:
Sehr edel, trotzdem rustikal, sehr gepflegt und ziemlich modern – das Grotto wurde renoviert und ist ein Ristorante geworden.
Giovanni ist verschwunden! Und niemand kann uns verraten, was aus ihm und seiner Frau geworden ist.

Alpe_vicania

Eine sympatische Crew jedoch heisst uns herzlich willkommen und wir geniessen eine perfekte "Torta d'albicocche" zum Kaffee.

Der Blick ins Innere des Grottos bestätigt den äusseren Eindruck - und die Stimmen rundherum bestätigen auch, dass hier nach wie vor beste Küche geboten wird. Alle schauen auch auf die Details und inzwischen ist die Alpe sogar für Hochzeitsfeiern und gediegene Geschäftsessen ein beliebtes Ziel.

Wir kommen bestimmt wieder, um die vielversprechenden Gerichte auf der Karte auszuprobieren und in der Hoffnung, Giovannis Geist bleibt hier oben erhalten.

Ristorante Alpe Vicania
6911 Vico Morcote
091 980 24 14

 

PS. Übrigens lässt die Weinkarte keine Wünsche offen - auch Tessiner Geheimtipps sind dabei!

Dienstag, 18. September 07

Zu spät... zu früh!

Ein wunderbarer Altweibersommertag, dessen Sonne uns weckt: Sie kitzelt leicht drängend ganz fein über mein Gesicht.

An diesem Mittwoch frühstücken wir ganz gemütlich mit unseren Freunden und beschliessen, nach eingehendem Studium der Karte, ins Maggiatal vorzudringen und dann Bosco Gurin zu besuchen.

Die Geschichte der Walser hat mich schon früh fasziniert und ich war vor über 30 Jahren das letzte Mal in Bosco Gurin. Leider habe ich überhaupt keine Erinnerung mehr daran. Diese Lücke muss geschlossen werden. Zumal es in Bosco Gurin zwar kein erwähnenswertes Restaurant gibt, aber ein Pro Spezie rara – Gemüsegarten beim Dorfmuseum.

Einmal mehr staune ich, als wir nach Ponte Brolla ins Maggiatal vordringen – weit und grosszügig das Maggia-Flussbett und ich stelle mir vor, wie viele Leute im Hochsommer die Sonne und das Wasser geniessen….

Über 9 steile Haarnadelkurven und durch goldgrün leuchtende Kastanienwälder dringen wir Richtung das Valle di Bosco

Am Eingang des Tales verrät uns ein Schild, wer hier auf den Strassen das Sagen hat….

                                       
 

  Schilderentdeckung1a

Die frische Luft ist merklich kühler, als wir aus dem Auto steigen, um das Dorf zu „erobern“ – die Sonne aber spielt mit und sofort sind wir der Überzeugung, dass man einen Rundgang durch das Dorf nur abschliessen kann, wenn man am Schluss eine heisse Schokolade oder eine Latte Macchiato auf einer Sonnenterrasse geniessen wird. Aber zuerst geniessen wir mal den Rundgang durch das Dorf:

Kartoffeltrocknen

Hier ist noch genügend Platz für das Trocknen der Kartoffeln.

Museum

Das Dorfmuseum ist wirklich ein Besuch wert! Wir kommen mit der „Museumshüterin“ ins Gespräch und erfahren einiges über die aktuelle Lage der Bevölkerung, die Gebräuche etc. Ich erkundige mich nach den kulinarischen Spezialitäten und leider, leider sind wir ZU SPÄT!

Normalerweise ist dies das Wochenende/die Woche in der die "Måtzufåmm", die Guriner Gemüsesuppe hoch gefeiert wird – aber ausgerechnet heuer wurde der Termin um eine Woche vor verschoben, weil ein Walser-Treffen ansteht. Tja, da kann man nichts machen - ausser den Gemüsegarten bewundern:

Essbare_klette    Mangold

Alles Gemüse und Kräuter, die hier auf 1500 m ü.M. noch gedeihen und mittels derer die Guriner doch noch über die harten Winter kamen (beeindruckt hat mich der Umstand, dass früher nur 4 Mal im Jahr Brot gebacken wurde…). Roggen und Gerste wiegen sich trutzig im Wind und goldener und roter Mangold wetteifern mit Kräutern und wunderschön blühendem Schlafmohn um den ersten Rang punkto Farbe.

Leider öffnet die Bäckerei heute (ausnahmsweise) erst viel später als sonst und so müssen wir unverrichteter Dinge Richtung Sonnenterrasse ziehen. Die Osteria delle Alpi bietet sich an...

Der lauwarme Apfelkuchen ist wirklich ein Gedicht: Geraspelte Äpfel auf einem feinen Biskuitteig, das Ganze ca 8 cm hoch und natürlich mit besonders figurfreundlichem Schlagrahm versehen… Aber mit Sonne im Gesicht versinkt das schlechte Gewissen gleich im Latte Macchiato.

Auf der Rückreise wollen wir einen Zwischenhalt bei der Macelleria der Gebrüder Boris und Franco Zanoli in Gordevio einschalten, um eine Cicitt zu kaufen.

Pietro Zanoli - „Ja ja, der sei verwandt“ grinst der einer der Brüder - hat selber über hundert Ziegen; geht im Sommer mit den Tieren auf die Alp, macht Ziegenkäse und im Herbst Ziegenwurst. Der Herbst hat angefangen und so hoffen wir, von eben dieser Ziegenwurst ein Exemplar ergattern zu können. Die „Urchuchi Tessin und Misox“ beschreibt diese Wurst mit folgenden Worten:

„Eine Stinkwurst nenne sie die einen – für andere ist es schlicht die beste Bratwurst der Welt. Gemeint ist die Cicitt, eine Ziegenwurst, die es nur im Maggia- und im Verzascatal gibt, eine echte Rarität im kulinarischen Erbe des Tessins.“

Leider, leider seien wir ZU FRÜH dran, verrät uns Herr Zanoli. Die Wurst gibt es erst ab Mitte Oktober und nur bis Mitte, Ende November. Wir erkundigen uns nach anderen Ziegenspezialitäten…. Leider, leider… etwas zu früh, aaaaber natürlich einen feinen Alpziegenkäse von Pietro Zanoli. Wir lassen uns überzeugen und fragen dann noch nach den anderen Spezialitäten des Hauses: „Ja natürlich, Pferdetrockenfleisch, diverse Salami und eine hausgemachte Mortadella“ und stolz zeigt er auf die kleine, aber feine Auslage. Wir entscheiden uns für die Mortadella und bereuen es keinen Augenblick.

Mortadella_maggia1_2

Die feine, adelige, hauchdünne norditalienische Mortadella ist kein Vergleich – ja sozusagen etwas total Anderes. Diese urchige gekochte Riesenwurst hier ist umwerfend – kräftig im Geschmack und natürlich nicht wirklich leicht, aber dafür ideal zum Valle Maggia Brot oder zum Kastanienbrot, also  etwas für’s Picknick. Dass das Fleisch in einem Lorbeersud gekocht wurde lässt sich noch erschmecken und auch sonst ist diese Spezialität nicht gerade etwas für superfeine, empfindliche Näschen.

Dasselbe gilt für den kleinen Geschmacksprotz "Ziegenkäse"....


Maccelleria Valmaggese
Boris und Franco Zanoli
6672 Gordevio
091 753 10 47

Nachtrag:
Bis Mitte Oktober habe ich noch kein Rezept für die "Måtzufåmm" gefunden! Ist vielleicht in der Bloggerwelt ein Mensch mit Rezept?

Sonntag, 16. September 07

Endlich Ferien!

Wir haben es geschafft und sind endlich für 8 Tage weg vom Fenster:

Adieu Putzfrauen und Wellrohre - Ticino, siamo pronti per tutto!

Petra und Helmut haben uns grosszügigerweise ermöglicht, ihr wunderschönes Ferienhaus in Ascona benutzen zu dürfen. Und wir geniessen es in vollen Zügen.
Erst mal werden Uhren und Wecker in die Verbannung geschickt und dann wird erst mal viel geschlafen.

Nach nur einem Tag Regen fängt eine wunderschöne Altweibersommer-Woche an und uns geht es einfach grandios. Nun werden wir also viel zu berichten haben von kulinarischen Entdeckungen (Tipps sind vorhanden), Einkäufen und Exkursionen...

Aber vorerst geniessen wir wunderschöne Morgen und einmalige Abende:

Morgendmmerung  Abenddmmerung

Montag, 10. September 07

Pfirsichtorte "Ma Façon"

Wir lieben Pfirsiche!

Ganz besonders angetan bin ich von den weissen Köstlichkeiten - nur leider machen die örtlichen Früchteangebote und manchmal einfach der Geldbeutel nicht immer mit...
Kürzlich erhielt ich einen Korb mit einer feinen Überraschung - rotgoldene Pfirsiche, vollreif und ganz fein duftend. Unmöglich zu widerstehen! Was gibt es Schöneres, als in einen reifen Pfirsich zu beissen, seine Hauerchen in durch das Samthäutchen in das Fruchtfleisch zu drücken und mit der Zunge den paradiesisch süss-säuerlichen Saft aufzufangen, der über die Lippen quillt. Unmöglich, einen Pfirsich anständig zu essen (ausser mit Messer und Gabel); aber den leckeren Saft vom Kinn zu wischen und  ein Stück Sonne und Sommer zu geniessen, das ist es allemal wert!

Damit dann aber die letzten Pfirsiche nicht "schlecht" werden, habe ich mich entschlossen, eine Pfirsichtorte zu improvisieren - voilà, das Prachtstück:

Pfirsich9

Pfirsich1

Ausgangslage: 7 gehäutete Pfirsiche in feine Schnitze schneiden
      
Pfirsich2_1

Der erste Bisquitboden mit Pfirsichsaft/Likörgemisch beträufeln, mit der richtigen Crème bestreichen und mit einer ersten Lage Pfirsichscheiben decken.

Pfirsich5

Dann den zweiten Boden darauflegen, ebenfalls beträufeln und dann mit der Crème grosszügig überziehen. (Die Knolle war der Rest aus der Schüssel - und da mein Göttergatte nicht zugegen war, gab es keinen, der die Schüssel ...)

Alles mit gerösteten Kokosflocken bedecken und dann mit den restlichen Pfirsichscheiben dekorieren. Diese noch ganz fein mit Pfirsich- oder Aprikosengelée überziehen.

Pfirsichfertig    Ab in den Kühler!

Und hier natürlich noch das Rezept:

Donnerstag, 02. August 07

Härtetest für Niederbayern!

Da fährt man jahrelang immer wieder mal ins Tessin, geniesst la dolce vita italiana alla svizzera, hegt und pflegt die Beziehung zu den Eidgenossen und was ist der Welten Lohn?
UNDANK!
... tatsächlich verlangen die Eidgenossen, mutig (oder übermütig) geworden durch den Umstand des "Nationalfeiertages", dem 1. August, doch tatsächlich, dass Gast einen Test absolviert um künftig unbehelligt das Strassennetz benutzen zu dürfen, dass einen ins kleine Paradies und wieder zurück führt.
Wäre dieses Land der Unwilligen endlich der EU beigetreten, so müsste Gast sich solche Sachen nicht gefallen lassen. Aber so sind's halt, diese Urschweizer...
Also macht man gute Miene zum merkwürdigen Spiel und verbringt einen Teil des ursprünglich gemütlich geplanten Abends mit seltsamen Fragen zu Fahnen, Demokratie, kulinarischen Errungenschaften etc. etc. und das Ganze unter dem Deckmäntelchen einer Einladung zur Übernachtung bei der Durchfahrt 'gen Süden.

Wursttest
Beim Wurst-Test (natürlich vom Grill) - scheinen Helmut und Petra wenigstens etwas entspannen zu können - gab es doch etwas Geniessbares zwischen die Zähne und nicht nur Fragen für die grauen Zellen.

Auf der Fahrt in die Ferien machten Petra und Helmut bei uns Zwischenhalt - da der 1. August gerade so ein Anlass zum Feiern ist, beschlossen René und ich, das "VOLLE PROGRAMM" mit den beiden durchzuziehen. Bereits am Morgen fragten sich unsere Nachbarn, was wir wohl planten: Haus und Garten wurden brav mit Schweizer Fähnchen dekoriert, Lampions in Position gebracht und das Feuerwerk für den Abend bereit bestellt. Ein - unserer Meinung nach wirklich leichten - Fragebogen zum Thema "Schweiz - ein grosses Fragezeichen" wurde vorbereitet, der Grill eingeheizt und und und -

... und dann genossen wir einen ausgesprochen schönen Sommerabend. Leider reichte es am Nachmittag zum Fotografieren des Kuchens - später war es zum Essen-Fotografieren irgendwann mal tatsächlich zu dunkel - und so muss ich Rezepte und Fotos später  hier mal nachreichen. René ist ganz glücklich darüber - kommt er doch in doppelten Genuss!

Zitronekokos

Als Vorspeise gab es etwas Erfrischendes - erschienen im letzten Jahr in der Saisonküche - nämlich ein Melonen-Gurken-Cocktail. Und der ist wirklich gelungen! Im Originalrezept werden Pouletspiesschen dazu gereicht - darauf habe ich grosszügigerweise verzichtet, schliesslich gab es später Huhn vom Grill - deshalb habe ich kurz gegrillte Kleinstcalamari in einer Schale dazu serviert; gut mariniert und pikant gewürzt ganz lecker!

Melonengurkencocktail_mit_pouletspi

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

     Titel: Gurken-Melonen-Cocktail mit Pouletspiesschen
Kategorien: Vorspeisen, Gemüse, Geflügel, BBQ
     Menge: 4 Portionen

    400     Gramm  Wassermelone
      3    Zweige  Basilikum
      2      Essl. Distel- oder aromatisches Olivenöl
      1      Teel. Limettensaft
                   Fleur de sel
    1/2            Nostrano-Gurke
      1            Pouletbrüstchen
      1      Essl. Sonnenblumenöl

============================ QUELLE ============================
            Saison-Küche 07/2006
            -- Erfasst *RK* 02.08.2007 von
            -- Marie-Isabelle Bill

1 Von der Melone 4 sehr dünne Tranchen abschneiden, vorsichtig mit
Folie bedecken  und beiseite stellen. Rest schälen und entkernen.
Für die Sauce ca. 100 g Melone mit den Blättern von 1 Basilikumzweig
pürieren. Distelöl und Limettensaft dazugeben. Mit Fleur de sel
würzen. Gurke schälen, entkernen. Restliche Melone und Gurke in
Würfelchen schneiden. 2 EL Melonensauce beiseite stellen. Rest mit
Gurken- und Melonenwürfeln mischen. 20 Minuten marinieren.

2 Poulet längs in 4 Streifen schneiden. Wellenartig auf Spiesschen
stecken. Mit beiseite gestellter Melonensauce begiessen. 10 Minuten
ziehen lassen.

3 Spiesschen aus der Marinade heben und gut abtropfen lassen
(Marinade wegkippen). Bei mittlerer Hitze im Sonnenblumenöl rundum 3-
4 Minuten braten. Mit Fleur de sel würzen. Je 1 dünne Melonentranche
den Rand entlang in ein hohes Glas stellen. Blätter von 1
Basilikumzweig in feine Streifen schneiden. Mit dem Melonen-Gurken-
Cocktail mischen. In Gläser verteilen. Mit Fleur de sel und
Basilikum garnieren. Mit Spiesschen servieren.

BILLI:

Grandios, aber das mit den dünnen Melonentranchen war eine kleine
Übung.... Trotzdem, diese Vorspeise schmeckt hervorragend
erfrischend. Ich habe beim ersten Mal Oliven-Öl genommen, gab einen
speziellen Geschmack. Da kann man etwas spielen, weil Gurke und
Melone unterschiedlich auf die verschiedenen Öle reagieren. (Arganöl
funktioniert auch!!)

Zubereitungszeit ca. 25 Minuten + 20 Minuten marinieren

Nährwerte pro Person ca. 9g Eiweiss, 5g Fett, 7g Kohlenhydrate, 450
kj/110 Kcal

=====

Als Beilage wagte ich mich an einen Süsskartoffelstrudel - mal wieder ein Hitrezept aus der Saisonküche:

Ssskartoffelstrudel

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

     Titel: Süsskartoffelstrudel
Kategorien: Gemüse, Backen, Vorspeisen
     Menge: 4-6 Portionen

    400     Gramm  Süsskartoffeln
    250     Gramm  Rohschinken
      2            Zwiebeln
      3      Essl. Erdnussöl
      2      Essl. Milder Curry
                   Curry Madras zum Abschmecken
                   Salz, Zitronenpfeffer
      2   Blätter  Strudelteig ausgewallt, 60 g
    180     Gramm  Saurer Halbrahm oder Crème fraîche

============================ QUELLE ============================
            Saison-Küche, 06/2006
            -- Erfasst *RK* 02.08.2007 von
            -- Marie-Isabelle Bill

1 Süsskartoffeln schälen, in grobe Würfel schneiden und in reichlich
Wasser weich kochen. Abgiessen und abkühlen lassen. Rohschinken in
Streifen schneiden. Zwiebeln hacken, in 1 EL Öl andünsten.
Rohschinken beigeben. Süsskartoffelwürfel beigeben. Alles kurz
anbraten. Curry beigeben. Mit Curry Madras, Salz und Zitronenpfeffer
abschmecken. Abkühlen lassen.

2 Backofen auf 220 °C vorheizen. Ein Küchentuch ausbreiten. 1 Blatt
Strudelteig darauf legen. Mit 1 EL Öl bepinseln und mit etwas Curry
Madras bestreuen. Mit dem zweiten Blatt Strudelteig decken und die
Süsskartoffelfüllung darauf verteilen. Sauerrahm darauf verteilen.
Teigränder seitlich 5 cm einschlagen. Strudel mit Hilfe des Tuchs
satt einrollen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit
restlichem Öl bepinseln. In der Ofenmitte ca. 30 Minuten backen.

Mit Salat als kleine Mahlzeit servieren oder als Beilage zum BBQ.

BILLI:

Ist allseits auf Gegenliebe gestossen - und sooo aufwändig ist das
gar nicht. Ich habe einen scharfen Curry verwendet, aber das ist
Geschmackssache. Als Beilage beim BBQ hat er Furore gemacht. Wird
auch bestens zum Truthahn passen....

Zubereitungszeit ca. 35 Minuten + ca. 20 Minuten abkühlen lassen +
ca. 30 Minuten backen

Nährwerte Pro Person ca. 19g Eiweiss, 25g Fett, 14g Kohlenhydrate,
1500 kj/360 Kcal
=====

René wollte das von Helmut Erlernte nun endlich mal vor dem Grillmeister himself anwenden und präparierte zwei äusserst delikate Hähnchen. Der Clou daran, keine Füllung, aber eine sehr aromatische Kräuterbutter wird zwischen Haut und Fleisch gebracht. Sie verhindert, dass die Hähnchen austrocknen und sorgt dafür, dass die Haut knusprig und nicht ledrig wird. Ein voller Erfolg!

Ach ja, die zwei Niederbayern haben die Aufenthaltsbewilligung Typ "B+R" auf Lebenszeit errungen. Ich weiss gar nicht, was es da zu klagen gibt.... ;-))

Freitag, 20. Juli 07

Reinfall in Muffinsform!

Die Dinger sehen doch lecker aus - und wie mir bestätigt wurde, passen sogar die Papierförmchen ideal dazu! Tja, schön wäre es, wenn sie auch so schmecken würden.

Dsc00113

Cranberry-Parmesan-Muffins aus dem Muffinsbuch von Gemma Reece.

Ich fand die Mischung gewagt und da ich mich ja öfters mal an solchen "Sächelchen" versuche, war ich überzeugt, einen neuen "Schlager" gefunden zu haben! REINFALL, REINFALL, REINFALL

Die Dinger waren weder süss noch salzig noch eine Mischung davon - eher sauer (was ich normalerweise mag, wenn es auch sonst noch aromatisch ist...) und zuwenig gewürzt.
Und dabei habe ich gleich beschlossen:
Die Mischung will ich trotzdem nochmals ausprobieren "à ma façon" - weitere Infos folgen!

Mittwoch, 18. Juli 07

Crème de Fèves

Zweifellos, ich mag Fava-Bohnen unwahrscheinlich gerne! Auch in getrockneter Form, welche man bei uns in der Zentralschweiz wirklich bei ausgewählten Italienern suchen muss. Der italienische Papa einer ehemaligen Arbeitskollegin meinte einmal: "Armer-Leute-Frass, dieses gekochte Fava-Püree. Meine Nonna hat das immer gemacht, wenn nichts anderes mehr im Haus war und der Monat noch lange dauerte. Bleibt mir vom Leib mit diesen komisch schmeckenden Bohnen!" Nun, ich liebe auch das Püree, obwohl ich eine Einschränkung mache und das Püree aus getrockneten Favas eher in der kalten Jahreszeit serviere, z.B. mit gedünstetem Cima di Rapa und feinen Salsicce.

Das "Problem" bei frischen Favas ist eigentlich nur der Rüstaufwand und schlussendlich auch das Einschätzen der richtigen Einkaufsmenge, damit man dann doch noch genug eigentliche Bohnen erhält. In Frankreich habe ich tiefgekühlte Favas entdeckt, die man nur noch von der eigentlichen Schale befreien musste. Trotzdem, ist es ganz witzig, wenn wir uns mal anschauen, wieviel 1 kg frische Bohnen schlussendlich ergeben - nämlich nur noch rund 180-230 g! Hier eine kleine Illustration dazu:

Fava2 1    Fava_1 2

Fava3 3     Fava4 4

1   ... so auf dem Markt zu kaufen (O-Ton Markthändler: "Die werden normalerweise nur von Italienern gekauft!" ...
2   ... der Inhalt einer Bohne
3   links die Hüllen (s. 4 Mitte), rechts schlussendlich die wahre Ernte
4   ... rechts, das feine, zarte Böhnchen

Petra und ihre Familie auf jeden Fall kennen die Favas und mögen sie auch - hatten wir doch im Frühling 2006 ein wohlschmeckendes Artischockengemüse mit Fava und Tomaten zum Zicklein serviert bekommen. Und so liegt es für mich bei Besuch auf der Hand, ein schnelles Süppchen aus Favas zu servieren - es scheint bis jetzt immer allen geschmeckt zu haben.
Das Foto stammt aus einem Cascabel & Co - Verwöhn-Menü im letzten Sommer - ich habe auch diesmal mit etwas Haselnussöl abgeschmeckt und eine kleine feine Speckwürfelcheneinlage in das Tässchen gegeben ... schmeckte hervorragend herb und würzig mit dem ureigenen Favageschmack!!!

Favasuppe

OK - niemand von uns hat ein Bild nur von der Suppe machen können - die Tässchen waren schlicht zu klein - aber hübsch, oder? Die hat meine Oma zu meinem 20. Geburtstag bemalt (ist allerdings auch schon eine Weile her). Wunderschön lindengrün wirkt diese feine Crème de Fèves:

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

     Titel: Crème des Fèves - Favabohnencrème
Kategorien: Suppe, Vorspeise, Hülsenfrüchte
     Menge: 4-6 Portionen

      2    Stücke  Knoblauchzehen, feinstgehackt
      1     klein. Zwiebel, feinstgehackt
      1      Teel. Olivenöl
      2  Scheiben  Pancetta, feingewürfelt
250-300     Gramm  Fava Bohnen, geputzt
400-500        ml  Hühnerbouillon
                   Salz, Pfeffer
    2-4    Zweige  Thymian
    100        ml  Halbrahm
      4  Scheiben  Pancetta, in feinen Streifchen
            Etwas  Feinstes Haselnussöl

============================ QUELLE ============================
            inspiriert durch ein Fava-Bohnen-Ragout,
            erfasst von Ralph Knauth
            -- Erfasst *RK* 18.07.2007 von
            -- Marie-Isabelle Bill

Zwiebeln, Knoblauch und Pancetta gut vermischen und im Olivenöl
anbraten. Die Favabohnen zugeben und leicht mitbraten, mit Bouillon
ablöschen, 5-10 Min offen simmern lassen. Pfanne vom Herd nehmen.

Rahm zugiessen und mit dem Zauberstab pürieren. Mit wenig Salz,
frischem Pfeffer und Thymian abschmecken.

Pancettastreifchen anbraten und vor dem Servieren über das Süppchen
geben. Mit Haselnussöl abschmecken.

Variante:

Mit Mandarinen- oder Limettenöl abschmecken (evtl. ohne Pancetta).
Als Variante habe ich schon geröstete Haselnussstückchen genommen.

BILLI: Grossartiges Süppchen, bloss nicht zu lange köcheln, sonst
wird die Suppe eher bitter... Achtung, muss individuell mit Rahm und
Bouillon abgeschmeckt, gestreckt o.ä. werden. Je nach Bedürfnis.
Nicht zuviel für eine Portion rechnen - es "gnüegelet" bald.

=====

Dienstag, 17. Juli 07

Entdeckt....

... aber nicht gekostet!

Schneeballen

In einer bayrischen Autobahnraststätte - es gäbe die Dinger gefüllt und ungefüllt und heissen tun sie - na, wie schon?
Natürlich, der Jahreszeit angepasst "Schneeballen".

Die Verkostung erfolgt zu einem anderen Zeitpunkt  - uiiiiiiih sooooo viele WW-Points ;-))
Oder kennt jemand ein gutes Rezept?

Himbeerhimmel direkt auf dem Teller!

Vor dem Foodbloggertreffen in Geiersthal besann ich mich mal zurück auf die gute, alte Madame Bossi. Genau Betty Bossi! Ich weiss, ich weiss ich bin der Lästerer vom Dienst, wenn es um Madame Bossi geht. Aber immer wieder finden sich Trouvaillen, die halt doch bestätigen, dass ihr Ruf früher mal absolut gerechtfertigt war. Hier nun also so ein Rezept, das einen direkt in den Himbeerhimmel spediert.

Die Foodbloggergemeinde in Geiersthal erging sich plötzlich (abends seeehr spät) in einer ausführlichen Fotosession mit Foodstyling und beinahe wären die Objekte der Begierde eher der warmen Temperatur und den Fotografierexzessen als hungrigen Mäulern zum Opfer gefallen.  Mein Dank geht deshalb oder trotzdem an die Neuhausener Nudelsuppe und Foodfreak für Foodstyling und Foto...

Ach ja, ich würde mich nie im Leben mehr an ein Foodbloggertreffen wagen, wenn ich nicht, wie von der Gemeinde angewiesen, am Himbeer-Event des Gärtnerblogs teilnehmen würde... (Heimlich bin ich ich ja ganz stolz - aber wirklich nur heimlich!):

Him_mosc2 Himb_mosc1

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

     Titel: Holunder-Himbeeren im Moscato-Gelee
Kategorien: Desserts, Früchte, Alkohol, Pudding
     Menge: 8 Portionen oder mehr

============================= GELEE =============================
     80     Gramm  Frische oder tiefgekühlte Himbeeren
      8            Förmchen à ca 1 dl, kalt ausgespühlt
    150        ml  Wasser
    150        ml  Holunderblütensirup
      9   Blätter  Gelatine, in kaltem Wasser eingelegt
    500        ml  Moscato

========================= HIMBEERCOULIS =========================
    150     Gramm  Frische oder tiefgekühlte Himbeeren
    2-3      Essl. Holunderblütensirup

============================ QUELLE ============================
            Betty Bossi Zeitung 01/2006
            -- Erfasst *RK* 16.07.2007 von
            -- Marie-Isabelle Bill

Himbeeren (nicht aufgetaut) in die Förmchen verteilen und ca 15 Min
in den Tiefkühler stellen.

Wasser und Sirup aufkochen und Pfanne von der Platte nehmen. Die
eingeweichte Gelatineblätter ausdrücken und in die Flüssigkeit
einrühren bis sie sich aufgelöst hat. Die Flüssigkeit durch ein Sieb
in ein Litermass giessen, ca 10 Min. abkühlen lassen, allfälligen
Schaum entfernen. Nun den Moscato dazugiessen und gut verrühren.

Jetzt die Förmchen bis zur Hälfte auffüllen und 15 Min. in den
Tiefkühler stellen. Herausnehmen, restliche Flüssigkeit bis knapp
unter den Rand dazugiessen, zugedeckt mind. 2 Std im Kühlschrank
fest werden lassen.

COULIS

Himbeeren mit dem Sirup pürieren, durch ein Sieb streichen. Kühl
stellen, aber nicht kalt...

Die Köpfchen mit einer Messerspitze sorgfältig vom Rand lösen,
Förmchen kurz in heisses Wasser tauchen; Köpfchen auf den Teller
stürzen, mit Coulis und Minze- od. Melisseblättern dekorieren.

BILLI: Superfein, leicht, frisch und apart! Am Foodbloggertreffen DAS
Fotoobjekt... Sehr toll zum Vorbereiten - bis 1 Tag vorher
zubereiten und getrennt im Kühlschrank aufbewahren.

Wenn mehr Beeren eingesetzt werden, kann die Anzahl der Förmchen,
resp. Portionen, erhöht werden.

=====

Montag, 09. Juli 07

Foodblogger Treffen im Bayrischen Wald

Dieser Einladung konnten wir nicht widerstehen!

Und so wurde am Freitag Nachmittag - natürlich nach ausführlichem Kochbuchstudium, Kühltaschenpacken und köchelnden Vorbereitungen - der Besen gepackt und 'gen Niederbayern gelenkt.
Dank einigen Staus an der Grenze und zwischen Lindau und München kamen wir mit Verspätung, jedoch genau rechtzeitig zum Hauptgang am Freitag Abend in Geiersthal an. Und so begann ein sündiges Schlemmerweekend mit vielen Gleichgesinnten und bei bestem Wetter!

Unser Dank geht an alle Foodblogger, die sich auf ein kleines Abenteuer eingelassen haben und zum Teil recht weite Wege nicht scheuten. Wie schön, auch mal die Gesichter und Geschichten hinter den Bloggeschichten kennenlernen zu dürfen!
Unser besonderer Dank jedoch gilt Petra und Helmut, die ganz selbstverständlich Küche und Keller, Grill, Herd und Ofen zur Verfügung stellten. Locker Gemütlichkeit zu schaffen wussten und organisatorisch den Überblick behielten! Ein liebes Merci aus der Zentralschweiz!

Ach ja, hier ein Ueberblick über den Ablauf, einige Fotos und natürlich die entsprechenden Rezepte (eine wahre Schatztruhe!!!)

Und natürlich einige Impressionen hier:

Brunch 1    Beilagen 2

Dolce_chili 3    Coriandre_ulli_2 4

1 Ein Teil des Brunchbuffets am Samstag Morgen
2 Ein Teil der Beilagen am Samstag Abend
3 Dolce und Cascabel stellvertretend für die allgemeine Stimmung
4 Ulli hilft mir beim Passieren der Himbeeren... "des muss gnau angschaut werden"

Ach ja, hier doch noch mein Rezept für die "Passionsfruchtrolle", die einhellig auf Erfolg gestossen ist - Besten Dank an Food Freak für das Foto:

Dlice_aux_fruits_de_la_passion

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

     Titel: Delice aux fruits de la passion
Kategorien: Dessert, Früchte, Vorbereiten
     Menge: 6 Portionen

============================ BISQUIT ============================
      3            Eigelbe
      6      Essl. Zucker
      3            Eiweisse
      1     Prise  Salz
     80     Gramm  Weissmehl

============================ FÜLLUNG ============================
      8            Passionsfrüchte
     50        ml  Orangensaft
      2      Teel. Maizena
      2      Essl. Zucker

============================ QUELLE ============================
            adaptiert nach Elle à table No 48, Februar 2007
            -- Erfasst *RK* 23.02.2007 von
            -- Marie-Isabelle Bill

Passionsfrucht-Roulade

*BISQUIT*

Den Backofen auf 220 Grad aufheizen. Ein Kuchenblech mit Backpapier
auslegen.

Die Eigelbe mit dem Zucker so lange aufschlagen, bis sich die
Mischung weiss verfärbt.

Die Eiweisse mit einer Prise Salz steifschlagen.

Nun der Eigelb-Zuckermasse die Hälfte des Mehls zusieben und
unterziehen. Den Hälfte des Eiweiss-Schnee beigeben und vorsichtig
unterziehen. Den Rest des Mehls zusieben, unterziehen und nun auch
noch den Rest des Schnees vorsichtig unterziehen.

Diesen Teig auf das Kuchenblech geben und gleichmässig zu einem
Rechteck ausstreichen. Die Ränder etwas regelmässig säubern. Ab in
den Ofen für 5 - 10 Min. Das Bisquit soll schön goldfarben, aber
nicht trocken und braun sein.

Das Kuchenblech aus dem Ofen nehmen und mit dem Backpapier nach oben,
auf ein leicht feuchtes Tuch legen, das Backpapier ebenfalls mit
einem wenig feuchten Tuch abdecken. Dieses gleich wieder wegnehmen
und das Backpapier entfernen. Nun das Biscuit mit dem Tuch einrollen
und abkühlen lassen.

*FÜLLUNG*

Die Passionsfrüchte aufschneiden und das Fruchtfleisch mit den
Kernen zusammen mit dem Zucker in ein Pfännchen geben. Maizena mit
dem Orangensaft verrühren und beigeben. Alles gut verrühren und
leicht aufköcheln lassen.

Nun die Roulade vorsichtig ausrollen und mit ca 1/3 bis der Hälfte
der Sauce bestreichen. Nun wieder aufrollen und mit dem Rest der
Sauce bestreichen. Bis zum Servieren kühl stellen.

BILLI: Absolut sensationell und dekorativ! Prügeleien begleiteten
die zweite Runde des Verteilens ;-). Der säuerlich-fruchtige
Geschmack passt hervorragend zu Eis, frischen Früchten und auch zu
dunkler Schokolade (Mousse). Das Originalrezept sieht nur 6
Passionsfrüchte und kein Orangensaft für die Sauce vor. Das ist
eindeutig zu wenig für die Menge Bisquit.

Zubereitungszeit ca 30 Min (ohne Kühlzeiten)

=====


Blog powered by TypePad
Mitglied seit 04/2006

Blog Events

  • Swiss National Day - Red, white or Swiss

Lieblings-Links

En famille

Lesefutter

Mein Foto