Blog Events und Meme's

Dienstag, 15. Juli 08

"Schwein gehabt" oder Kindheitserinnerungen

Rasch, rasch, noch steht mein Beitrag für den "sau-guten" Blogevent im Kochtopf nicht.
Ich habe lange hin und her überlegt: So oft, wie wir Schweizer eigentlich Schwein essen, so viele Rezepte sollte es doch geben... Mal abgesehen davon, dass der Grill-Anlass von diesem Wochenende buchstäblich ins Wasser gefallen ist und viele andere Rezepte eher nach tieferen Temperaturen verlangen.
Aaaber, da fallen mir noch zwei Rezepte aus guter alter Kindheit ein: Warum nicht mal etwas "Banales" aufleben lassen?

Gehen wir also zurück in die 70-er:
Und siehe da, der "Jambon à l'Americaine" meiner Mutter war doch so ein Mittwoch-Mittags-Hit, wenn ich meine Freunde zum freien Nachmittag mit nach Hause nehmen durfte. Besonders geeignet war er auch für Mittagessen, bei denen im Anschluss ein Besuch in der "Badi" (Badeanstalt - Schwimmbad) auf dem Programm stand - man sieht, durchaus sommertauglich:
Dicke Model- oder Beinschinkenscheiben, mit Senf bestrichen, eine Ananasscheibe und die unvermeidliche Cocktailkirsche aus der Büchse (nicht die aus dem Glas für die Cocktails) - auf's Blech und ab in den Backofen... zusammen mit Reis, Baguette etc - das war wirklich was!!

Und da war noch der "Beinschinken Mostarda":
Eigentlich dasselbe Vorgehen, nur einen Tick raffinierter...
Also dann, so gibt es doch heute abend noch ein schnelles Schwein!

Beinschinken_mostarda

Dekorativ wirkt die raffinierte Variante nicht - vielleicht hätte ich doch die Ananas-Variante...
Ach was - manchmal muss es einfach schmecken und nicht nur gut aussehen! Und wer mir nun vorwirft, etwas Banales verbloggt zu haben, der soll doch mal in seinen eigenen kulinarischen Kindheitserinnerungen kramen. - - - - Und? Wer weiss, vielleicht wäre das mal ein Blog-Event-Thema?

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 unreg.

     Titel: Beinschinken "Mostarda" oder à l'Americaine
Kategorien: Schnell, Schwein, Gewürze, 70-er
     Menge: 4 Personen

      1      Teel. Speiseöl
      4  Scheiben  Beinschinken ca 1 cm dick

====================== VARIANTE "MOSTARDA" ======================
      2      Teel. Senf
      3      Essl. Einlegeflüssigkeit von Senffrüchten
      1      Essl. Rohzucker
    1/2            Zitrone, Schale feingerieben
      2  Messersp. Nelkenpulver
                   Pfeffer aus der Mühle

=================== VARIANTE "À L'AMERICAINE" ===================
      2      Teel. Senf
      1      Essl. Orangensaft
      2      Essl. Rohzucker
    1/2            Zitrone, Schale feingerieben
                   Pfeffer aus der Mühle
      4            Ananasscheiben
                   Dekor je eine Cocktailkirsche

============================ QUELLE ============================
            adaptiert nach Betty Bossi und Louise Bill
            -- Erfasst *RK* 15.07.2008 von
            -- Marie-Isabelle Bill

Backofen mit normaler Ober- und Unterhitze auf 250 Grad vorheizen.
Kuchenblech mit Alufolie belegen, diese mit Speiseöl leicht
einstreichen.

Schinkenscheiben auf die Alufolie legen.

Restliche Zutaten gut vermischen, die Scheiben damit bestreichen.
Etwas Flüssigkeit zurückbehalten.

Nun das Blech in den Ofen schieben (obere Hälfte) und den Backofen
auf Oberhitze umschalten. Ca 15-20 Min. backen, zwischendurch mit
der restlichen Flüssigkeit glasieren. Die Scheiben sollten glänzend,
hellbraun sein.

Servieren mit Senffrüchten, dazu passt ein frisches Baguette oder
Riz Creole.

BILLI: Kindheitserinnerung pur! Fein würzig - auch schon mit
Couscous mit Weinbeeren, resp. Maulbeeren oder getrockneten
Preiselbeeren und gerösteten Mandeln serviert.

VARIANTE:
Jambon à l'Americaine: Schinkenscheiben mit Senf/Orangensaft/
Rohrzucker/Pfeffer-Mischung bestreichen und eine Ananasscheibe mit
Cocktailkirsche oben auf legen.

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Dienstag, 17. Juli 07

Himbeerhimmel direkt auf dem Teller!

Vor dem Foodbloggertreffen in Geiersthal besann ich mich mal zurück auf die gute, alte Madame Bossi. Genau Betty Bossi! Ich weiss, ich weiss ich bin der Lästerer vom Dienst, wenn es um Madame Bossi geht. Aber immer wieder finden sich Trouvaillen, die halt doch bestätigen, dass ihr Ruf früher mal absolut gerechtfertigt war. Hier nun also so ein Rezept, das einen direkt in den Himbeerhimmel spediert.

Die Foodbloggergemeinde in Geiersthal erging sich plötzlich (abends seeehr spät) in einer ausführlichen Fotosession mit Foodstyling und beinahe wären die Objekte der Begierde eher der warmen Temperatur und den Fotografierexzessen als hungrigen Mäulern zum Opfer gefallen.  Mein Dank geht deshalb oder trotzdem an die Neuhausener Nudelsuppe und Foodfreak für Foodstyling und Foto...

Ach ja, ich würde mich nie im Leben mehr an ein Foodbloggertreffen wagen, wenn ich nicht, wie von der Gemeinde angewiesen, am Himbeer-Event des Gärtnerblogs teilnehmen würde... (Heimlich bin ich ich ja ganz stolz - aber wirklich nur heimlich!):

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==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

     Titel: Holunder-Himbeeren im Moscato-Gelee
Kategorien: Desserts, Früchte, Alkohol, Pudding
     Menge: 8 Portionen oder mehr

============================= GELEE =============================
     80     Gramm  Frische oder tiefgekühlte Himbeeren
      8            Förmchen à ca 1 dl, kalt ausgespühlt
    150        ml  Wasser
    150        ml  Holunderblütensirup
      9   Blätter  Gelatine, in kaltem Wasser eingelegt
    500        ml  Moscato

========================= HIMBEERCOULIS =========================
    150     Gramm  Frische oder tiefgekühlte Himbeeren
    2-3      Essl. Holunderblütensirup

============================ QUELLE ============================
            Betty Bossi Zeitung 01/2006
            -- Erfasst *RK* 16.07.2007 von
            -- Marie-Isabelle Bill

Himbeeren (nicht aufgetaut) in die Förmchen verteilen und ca 15 Min
in den Tiefkühler stellen.

Wasser und Sirup aufkochen und Pfanne von der Platte nehmen. Die
eingeweichte Gelatineblätter ausdrücken und in die Flüssigkeit
einrühren bis sie sich aufgelöst hat. Die Flüssigkeit durch ein Sieb
in ein Litermass giessen, ca 10 Min. abkühlen lassen, allfälligen
Schaum entfernen. Nun den Moscato dazugiessen und gut verrühren.

Jetzt die Förmchen bis zur Hälfte auffüllen und 15 Min. in den
Tiefkühler stellen. Herausnehmen, restliche Flüssigkeit bis knapp
unter den Rand dazugiessen, zugedeckt mind. 2 Std im Kühlschrank
fest werden lassen.

COULIS

Himbeeren mit dem Sirup pürieren, durch ein Sieb streichen. Kühl
stellen, aber nicht kalt...

Die Köpfchen mit einer Messerspitze sorgfältig vom Rand lösen,
Förmchen kurz in heisses Wasser tauchen; Köpfchen auf den Teller
stürzen, mit Coulis und Minze- od. Melisseblättern dekorieren.

BILLI: Superfein, leicht, frisch und apart! Am Foodbloggertreffen DAS
Fotoobjekt... Sehr toll zum Vorbereiten - bis 1 Tag vorher
zubereiten und getrennt im Kühlschrank aufbewahren.

Wenn mehr Beeren eingesetzt werden, kann die Anzahl der Förmchen,
resp. Portionen, erhöht werden.

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Montag, 18. Dezember 06

Kulinarischer Adventskalender Nr. 18 - GANS anders!

Kulinarischer_adventskalender_18

Quieieietsch, dieses Türchen klemmte ein bisschen...
(Nein nicht so wie letztes Jahr 20six...!- Aber eben:)

Auf dem Verdauungsspaziergang nach dem Kapaun-Schlemmermahl vom Oktober beschlossen wir, im Advent eine Weihnachtsgans zuzubereiten. Brigitte und Ivano hatten zwar schon mal Gans gegessen, aber noch nie eine zubereitet und so wollten wir ein gemeinsames Gans-Weekend verbringen.

Zorras Aufforderung für den Adventskalender kam mir dann auch grad gelegen, um wiederum ein ganzes Menü zu verbloggen. Schliesslich sollte ich ja auch genug „Arbeiter für niedrige Aufgaben wie rüsten, klein schneiden, abwaschen, rühren etc.“ (O-Ton René) zur Verfügung haben…

Tja, aber meistens kommt es erstens anders und zweitens als man denkt:

Brav bestellte ich eine feine französische Gans, denn hier in der Zentralschweiz – wie überhaupt in weiten Teilen der Deutschschweiz – ist Gans als Weihnachtsessen eher unüblich. Obwohl ich es gerne mag, die meisten Leute weichen aus auf Fondue Bourginionne, Chinoise, Bacchus; Tischgrill und Mongolentopf – es gibt halt nicht so viel zu tun und ist gesellig. Ich persönlich bedaure es, denn es gäbe doch so viele feine Sachen, auch solche, die man gut vorbereiten kann und die nicht alle Welt kosten. Nun denn, die Gans bestellte ich also bei Comestibles Michel in Unterseen bei Interlaken. Ein der führenden Händler für Geflügel in der Schweiz; neben Fredi von Escher aus Zürich; der auch die Gastronomie beliefert (Nein, beide haben noch keine Homepage!).
Also dann, das Gänslein würde geliefert!

Und dann, am vergangenen Dienstag bekamen wir eine Absage… !!!

Jetzt hiess es, sämtliche Freunde und Bekannte anzufunken und eine kurzfristige Einladung auszusprechen, die Telefone und Handys glühten; aber Pech, so kurz vor Weihnachten war einfach nichts zu machen - keine Chance.
Aber was, um Himmels willen, machen René und ich mit einer ganzen Gans? Es tat mir im Herzen weh, aber die Gute musste in den Tiefkühlschlaf. Für das „echte“ Weihnachtsmahl mit unserem Patenkind und seinen Eltern, obwohl da ursprünglich mal Truthahn gewünscht worden war.
Dann ging es auf die Suche nach Gänsekeulen oder Gänsebrust für zwei. Aber obwohl Zug und Luzern doch recht international ausgerichtet sind – auch keine Chance! Entweder gab es noch keine, grundsätzlich keine oder sie waren schon reserviert oder weg … es war zum Haareraufen!

Aber keine Angst, es sollte kein Haar im Menü zu finden sein. Denn,

Als Trostpflaster bekam ich zufällig fast gleichzeitig eine Fois Gras von 500 g.

Auch die ist etwas gross für uns beide, aber immerhin kann sie auch so zubereitet werden, dass noch etwas für Weihnachten übrig bleibt.

So kam es, dass das ursprüngliche Menü „GANS anders“ tatsächlich ANDERS wird – ich hoffe trotzdem, dass es eine kleine Inspiration für ein „Anderes Weihnachtsessen“ sein kann.

Zum Aperitif Bruschetta mit Stangensellerie

Topinambur-Crème mit Trüffelpesto    * * * Tuna-Millefeuille mit Sesam-Triangolo * * * Fois-Gras mit Kumquat-Confit und goldgelbem Couscous * * *   Schokoladen-Mandelcrème-Terrine

Für die Käseliebhaber gibt es vor dem Dessert noch eine Schale Portweinschaum mit Ziegenkäse und ungesüsstes Anisbrot. 

Wichtig ist mir vor allem, dass möglichst viel vorbereitet werden kann:

Der Nachtisch bereits am Vortag, dasselbe gilt für die Topinambur-Crème, die eigentlich nur noch aufgewärmt werden muss, der Kumquat-Confit ebenfalls. Am selben Tag kann der Sesam-Triangolo gebacken werden, das Gemüse etc. für den Couscous; ja, sogar der Couscous kann vorbereitet werden, muss nur noch kurz mit etwas Orangensaft aufgewärmt werden. 2-3 Std vorher kann das Tuna-Millefeuille vorbereitet werden. Lediglich die Foie Gras und der Portweinschaum müssen unmittelbar vor dem Servieren produziert werden.  Toll, nicht?

Also dann, los geht's

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Bruschetta mit Stangensellerie
Kategorien: Snack, Aperitif, Gemüse
     Menge: 6 Portionen

      6            Helles Holzofenbrot oder Baguette
      1            Knoblauchzehe, geschält
      1            Tomate, geschält, entkernt und feingehackt
      2      Essl. Olivenöl
      2      Essl. Kerbel, feingehackt
      1    Stange  Sellerie, gerüstet
                   Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

============================== QUELLE ==============================
                   Heinz Witschi "Kochen für Freunde"
                   ISBN 3855027080, AT-Verlag
                   -- Erfasst *RK* 17.12.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Die Brotscheiben auf dem Grill oder in der Pfanne rösten und noch
warm mit der Knoblauchzehe einreiben.

Die gehackte Tomate mit dem Olivenöl, etwas Kerbel, Salz und Pfeffer
gut vermischen.

Unmittelbar vor dem Servieren die Tomatenmasse auf die Brotscheiben
geben und den Stangensellerie fein auf die Brote hobeln. Mit dem
restlichen Kerbel bestreuen.

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Topicre_tartuf

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Topinamburcrème mit Tartufata
Kategorien: Suppen, Gemüse, Pilze
     Menge: 4 Portionen

    500     Gramm  Topinambur, geschält
      1      Essl. Zitronensaft
     40     Gramm  Butter
      1     mittl. Zwiebel, feingehackt
     50     Gramm  Weissbrot ohne Rinde, gewürfelt
    400        ml  Milch
    400        ml  Gemüsebouillon
    200        ml  Rahm
      1            Knoblauchzehe, gepresst
      1      Teel. Tartufata I
      4      Teel. Tartufata II (pro Portion 1 TL)
                   Muskat, Salz, Pfeffer

=============================== DAZU ===============================
      8  Scheiben  Baguette, dünn geschnitten
     50     Gramm  Butter
                   Trüffelöl

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach Oskar Marti, "Winter in der
                   Küche"
                   ISBN 3444104154, Hallwag
                   -- Erfasst *RK* 18.12.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Topinambur schälen, in Scheiben schneiden und in Wasser mit
Zitronensaft legen.

Die Butter in einem Topf zum Schmelzen bringen. Die gut abgetropften
Topinamburscheiben gut anbraten und einige Minuten dünsten. Dann die
Zwiebeln zugeben, ebenfalls goldgelb dünsten. Nun die Brotwürfel
beigeben, mit Milch und Bouillon auffüllen, Gewürze und Knoblauch
beigeben und bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

Die Suppe fein pürieren, durch ein Sieb in den Topf zurückgiessen,
aufkochen lassen, mit Rahm verfeinern und falls nötig nachwürzen.

Vor dem Anrichten Tartufata I beigeben und gut unterrühren.

Die Brotscheiben in Butter kurz braun braten, mit etwas Trüffelöl
beträufeln. Separat zur Suppe servieren.

Die Suppe auf die Teller oder Schalen verteilen, in der Mitte jeden
Tellers 1 TL Tartufata geben, mit etwas Trüffelöl abrunden und mit
Petersilieblättchen dekorieren. Kann auch nur mit Trüffelöl
abgeschmeckt werden.

BILLI: Im Originalrezept kommt keine Tartufata vor. Da wird mit Zimt
gearbeitet. Die Suppe wird mit Zimt abgeschmeckt und die Brotbeilage
mit Zimt überstäubt. Die Kombination Trüffel und Topinambur habe ich
bei Frédy Girardet gefunden.

*Tartufata ist eine italienische "Konserve", ein Gemisch aus
schwarzen Oliven, Champignons, Herbsttrüffel, Knoblauch, etwas
Sardelle und Petersilie, Maiskeimöl und Salz. Die feingehackte
Mischung wird einige Zeit stehen gelassen und hat so einen
intensiven Trüffelgeschmack. Schmeckt auch hervorragend auf
Bruschetta! Siehe www.truffle.it (Tentazioni in Acqualagna)

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Tunamilf

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Tuna-Millefeuille mit Sesam-Triangolo
Kategorien: Vorspeisen, Fisch, Gemüse, Kalt
     Menge: 4-6 Portionen

    300     Gramm  Frisches rotes Thunfischfilet, Sashimiqualität
      2      Essl. Olivenöl
                   Meersalz
                   Schwarzer Pfeffer

========================= BLUMENKOHLMOUSSE =========================
    300     Gramm  Blumenkohl, gerüstet
      1      Teel. Wasabi
      3      Teel. Tabasco, grün
      4   Blätter  Gelatine, in kaltem Wasser eingeweicht
    200        ml  Rahm, steifgeschlagen
                   Salz, Pfeffer

========================== SESAM-TRIANGOLO ==========================
    100     Gramm  Blätterteig, evtl. vorausgewallt
      1            Eigelb
      1      Teel. Kaffeerahm
     40     Gramm  Sesam, geröstet
            Wenig  Chiliflocken (nach Geschmack)
                   Salz, Pfeffer

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach Heinz Witschi "Kochen für
                   Freunde"
                   ISBN 3855027080, AT-Verlag
                   -- Erfasst *RK* 17.12.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Thunfisch in feine Scheiben schneiden (max 3 mm dick) und auf beiden
Seiten mit Olivenöl bepinseln, mit Salz und Pfeffer würzen und kalt
stellen.

Den Blumenkokhl weich kochen, Wasabi und Tabasco beigeben, fein
mixen. In der noch warmen Masse die ausgedrückten Gelatineblätter
auflösen und gut durchrühren.

Die Blumenkohlmasse auf Eiswasser kalt rühren, bis sie leicht zu
binden beginnt. dann den geschlagenen Rahm darunter ziehen und mit
Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Blumenkohlmousse in einen Spritzsack mit Lochtülle geben und
etwas 3 mm dick auf 3/4 bis 4/6 - je nach Anzahl Portionen - der
marinierten Thunfischtranchen dressieren. Mit einem Spachtel jeweils
3 - 6 Tranchen aufeinander legen und mit eine weitern,
unbestrichenen Thunfischtranche bedecken. Tuna-Millefeuille 2
Stunden kalt stellen.

Blätterteig hauchdünn auswallen (auch Fertigteig ist noch zu dick!),
mit Eigelb-Kaffeerahmmischung bestreichen, mit Sesam, Chiliflocken,
Salz und Pfeffer bestreuen. In schmale, längliche Dreiecke schneiden,
bei 220 Grad im vorgeheizten Backofen goldgelb backen.

Servieren:

Tuna-Millefeuille in Stücke schneiden, auf den Teller geben, mit
Kerbelblättchen oder Sprossen dekorieren; evtl. etwas Fleur de Sel,
Blumenpfeffer und/oder Zitronenöl darüber geben. Wenig Sesam darüber
streuen. Zusammen mit einem Triangolo servieren.

BILLI: Im Originalrezept kommen weder Wasabi noch Tabasco vor und es
werden nur 3 Blätter Gelatine verwendet. Zudem werden die Triangolos
mit Pistazien, nicht Sesam bestreut. Die Menge sollte als Vorspeise
für 4 Personen reichen.

Ich fand das Ganze interessant, aber ohne Pep, ja, gar etwas fade.
Der Wasabi könnte durchaus durch frisch geriebenen Meerrettich
ersetzt werden. Die Pistazien sind zwar farblich interessant, aber
das Triangolo hat keinen Geschmack. Die Menge ist für 4 Personen
ziemlich grosszügig bemessen. Am besten schneidet man den Thunfisch
mit einem Lachsmesser, da sonst die Scheiben etwas gar unregelmässig
sind. Das Millefeuille erst vor dem Servieren schneiden, denn vorher
"verschmiert" die Füllung die Schnittfläche, so dass der
Millefeuille-Effekt verloren geht. Beim nächsten Mal wird anstelle
von Blumenkohl Broccoli oder Romanesco eingesetzt; alleine schon der
Farbe wegen...

Wunderbare Vorspeise, die leicht schmeckt. Ungewohnt fein, auch mal
was für Leute, die sonst Fisch nicht so zugeneigt sind.

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Foisgras_kumq

===== Titelliste (2 Rezepte) =====

Fois Gras mit Kumquat-Confit
Goldgelber Couscous

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Fois Gras mit Kumquat-Confit
Kategorien: Innereien, Früchte
     Menge: 4 Portionen

========================== KUMQUAT-CONFIT ==========================
     12            Kumquats
      1     klein. Chilischote oder 1 EL Chiliflocken getrocknet
      1      groß. Schalotte, geschält
    300        ml  Frischer Orangensaft
      4      Essl. Rohrzucker
                   Salz, Pfeffer, Zitronensaft zum Abschmecken

======================== FOIS GRAS-SCHNITTEN ========================
      4  Scheiben  Fois Gras à 120 g, 2 cm dick (Gänse- oder
                   -- Entenstopfleber)
      1      Teel. Feiner Curry (nicht zu scharf)
                   Salz, Pfeffer
                   Mehl

============================== QUELLE ==============================
                   Kombi aus "Essen bei Werner Rätz" und aus Frédy
                   Girardets
                   "Emotions gourmandes"
                   -- Erfasst *RK* 18.12.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Die Kumquats waschen, den Stielansatz entfernen und dann in 2-3 mm
dicke Scheiben schneiden. Grobe Kerne entfernen.

Die Chilischote von Kernen und weissen Häutchen befreien, in feinste
Würfelchen schneiden.

Die Schalotte längs halbieren, dann in feine Streifen schneiden.

In einer weiten Pfanne den Orangensaft mit dem Rohrzucker zusammen
aufkochen. Die Kumquats beigeben und etwas einköcheln lassen
unbedingt dabeistehen, ab und zu umrühren. Dann die Chiliwürfel oder
-flocken beigeben und die Schalottenstreifen. Eindicken lassen
(sirupartig). Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Evtl. etwas
Zitronensaft beigeben. Warm halten oder in einer kleinen Pfanne
während der Zubereitung der Foie Gras-Schnitten erwärmen.

Die Fois Gras muss bis unmittelbar vor dem Braten unbedingt kühl
gehalten werden! Zuerst aus Curry, Pfeffer und sehr wenig Salz eine
Mischung erstellen. Dies Scheiben damit würzen. In der Zwischenzeit
eine Pfanne (bei Girardet eine beschichtete) ohne Fettzugabe heiss
werden lassen. Nun die Schnitten noch leicht mit Mehl bestäuben und
ab in die Pfanne. Von jeder Seite 40 Sekunden anbraten, dann kurz
auf etwas Haushaltpapier abtropfen lassen.

Auf vorgewärmten Teller einen Confit-Spiegel geben, die Schnitzel
darauflegen und ganz wenig Confit darübergeben. Zusammen mit lange
gebackenen Kartoffeln oder Couscous (s. Goldgelber Couscous)
servieren. Oder einfach frische Brioche (s. Rosenblatts Brioche)
dazu reichen...

BILLI: Furchtbar stolz! Der herbe, säuerlich-süsse Geschmack des
Confits passt sensationell zur Foie Gras. Zusammen mit dem Couscous
eine feine Speise.

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========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Goldgelber Couscous
Kategorien: Beilagen, Getreide, Gemüse
     Menge: 4 Portionen

    250        ml  Hühnerbouillon
      1      Essl. Olivenöl I
    100     Gramm  Couscous
      3      Essl. Olivenöl II
      2      Essl. Gemüsewürfelchen (Karotte, Paprika, Zucchetti,
                   -- Frühlingszwiebel)
    1/2      Teel. Kurkuma, feingehackt oder als Pulver
      1      Essl. Pinienkerne, geröstet
      1      Essl. Sultaninen, in Wasser eingeweicht
      1      Teel. Schnittlauch, feingeschnitten
      1      Teel. Petersilie, feingehackt
                   Limonensaft
                   Salz, Pfeffer

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach Heinz Witschi, "Kochen für
                   Freunde"
                   ISBN 3855027080, AT-Verlag
                   -- Erfasst *RK* 17.12.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Bouillon aufkochen, Olivenöl I beigeben, Couscous einstreuen,
aufkochen lassen und vom Feuer nehmen. Gut 15 Min quellen lassen,
bis alle Flüssigkeit aufgesogen ist. Von Zeit zu Zeit dabei den
Couscous etwas auflockern.

Olivenöl II in einer Pfanne erhitzen und darin die Gemüsewürfelchen
dünsten, bis sie gar sind. Mit den restlichen Zutaten zum Couscous
geben und alles gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer und wenig
Limonensaft abschmecken.

Kann vorbereitet werden, muss nur noch mit ca 0.5 dl Orangensaft
kurz aufgewärmt werden - der Saft muss verdampfen!

Kann auch kalt als Salat serviert werden.

BILLI: Ausgezeichnet aromatisch. Im Originalrezept werden noch
Pilzwürfelchen (1 EL) mit dem Gemüse zusammen angedünstet.

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Portw_zikae

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Portweinschaum mit Ziegenkäse
Kategorien: Käse, Alkohol, Nachspeise
     Menge: 4 Portionen

    250        ml  Portwein
      2            Eigelb
      1      Essl. Zucker
                   Muskatnuss
                   Pfeffer
                   Ziegenweichkäse

============================== QUELLE ==============================
                   Louise Bill
                   -- Erfasst *RK* 18.12.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Portwein mit Zucker und Eigelb im Bain-Marie kräftig schaumig
schlagen, mit Muskat und Pfeffer gut würzen, nochmals aufschlagen.

In Teller geben, je 2-3 Scheiben Ziegenkäse hineinlegen.
Mit Pfeffer bestreuen.

Evtl. einen Klacks Double Crème zugeben.

Mit ungesüsstem Anisbrot, Birnenbrot oder Bauernbrot servieren.

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Fröhliche Weihnachten!!!

Montag, 13. November 06

Ein Herzerwärmerchen für den Blog-Event "Marronen"

Marronen

Endlich mal wieder Zeit für den Blog-Event!
Und eigentlich wollte ich doch meinen allseits beliebten, begehrten, sagenumwobenen Wahnsinns-Marronikuchen machen, aber da kam mir Falki zuvor mit einem supergigaähnlichen Cake, von dem ich genauso überzeugt bin und für den ich sicher stimmen wollte, soviel sei verraten.
Ich verwende lediglich Mandeln anstelle von Haselnüssen und backe einen ziemlich flachen Kuchen in der Springform; aber dann, dann muss ich mich jeweils entscheiden, ob das Ding entweder
a) "sündig, sündig" sein soll, dann schneide ich Böden und stelle eine Vermicelles-Rahm-Füllung und Dekoration her, mit Marrons-Glacé als "Pünktchen auf dem i" 
oder einfach mit
b) "purem Geschmack" überwältigen soll. In diesem Falle ist der Kuchen entweder pur mit etwas Schlagrahm serviert oder als Begleitung von Zwetschgensorbet oder feinem Vanille-Eis.
Seufz, ich war so überzeugt.
Bis ich las, dass Zorra ebenfalls ... Verwirrung total brach aus - das sei verraten! Aber...
Aus der Not eine Tugend gemacht und deshalb ein aus dem Zettelberg herausgeklaubtes Suppenrezept ausprobiert - in zwei Etappen, zwecks Optimierung, soviel sei verraten.
Und dann Lob eingeheimst, vom Göttergatten, vom Besuch und zum Schluss habe ich mir auch noch selber auf die Schulter geklopft, soviel sei verraten...

Marronimaissoup

Was, noch mehr verraten? OK, OK - hier das Rezept:

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Marroni-Maissuppe mit Pilzen
Kategorien: Suppen, Nüsse, Getreide, Pilze, Herbst
     Menge: 4 Personen

      1                   Maiskolben
      1      Teel.      Butter
      1      Teel.      Zucker
    300     Gramm  Geschälte Marroni (auch TK)
600-700   ml         Gemüsebouillon
    180     Gramm   Sauermilch
                            Salz, Pfeffer
    1/2                  Schalotte, gehackt
                            Butter zum Dünsten
    200     Gramm  Steinpilze oder gemischte Pilze, gerüstet in
                           -- Scheiben geschnitten
      1                    Knoblauchzehe, gepresst
                            Etwas  Zitronensaft
                            Salz, Pfeffer

============================== QUELLE ==============================
                   Le Menu
                   -- Erfasst *RK* 13.11.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

1. Maiskolben in kochendem Salzwasser ca. 7 Minuten garen. Abgiessen
und auskühlen lassen. Maiskörner mit einem Messer ablösen.

2. Butter aufschäumen, Zucker dazustreuen, Marroni und 150 g
Maiskörner beifügen. Mit Bouillon knapp bedecken und zugedeckt sehr
weich kochen. Leicht auskühlen lassen.

3. Pürieren, durch ein Sieb in die Pfanne zurückstreichen und mit so
viel Bouillon wie nötig zu einer geschmeidigen Konsistenz verlängern.
Erwärmen, Sauermilch beifügen und würzen.

4. Schalotten in aufschäumender Butter dünsten. Pilze beifügen,
Knoblauch dazupressen und dünsten, bis keine Flüssigkeit mehr
vorhanden ist. Zitronensaft dazugiessen und würzen.

5. Die Marroni-Maissuppe in vorgewärmten tiefen Tellern anrichten.
Restliche Maiskörner und die Pilze darüber verteilen. Mit etwas
Pfeffer dekorieren.

Billi: Schmeckt wunderbar süsslich - eine ideale Kombination, wenn
es draussen kälter wird! Anstelle von Sauermilch Crème fraîche
eingesetzt, geht tiptop, einfach aufpassen, nicht mehr aufkochen.
Als Variante einmal getrocknete Steinpilze probiert. Finde ich
persönlich fast noch besser, weil die ein intensiveres Aroma haben,
das hervorragend gegen die intensive Suppe besteht. Der Einfachheit
halber auch schon mal mit Dosenmais gemacht, geht viel schneller!

=====

Mittwoch, 01. November 06

Foodblogger's Welcome-Dinner

oder alte Schulden... Teil 2

Claudia von Dolce hatte mich eingeladen, zum Foodblogger's Welcome-Dinner etwas zu schreiben.
Tja, das fällt mir ganz leicht! - Oder doch nicht?
Erstens entschuldige ich mich dafür, dass ich das Stöckchen auf Deutsch aufgenommen habe - ich kann einfach zuwenig gut englisch schreiben - das Verstehen geht sehr gut, aber eben, "Geniessen" heisst für viele ja auch noch nicht "Kochen"...
und zweitens:

Fact ist, einerseits sind über 1000 Kochbücher eine Wahnsinns-Quelle, aber andrerseits ist es bei dem übermässigen Sprudeln der Quelle ganz klar schwierig, genau das Richtige zu finden und vor allem auszuwählen. Die Qual der Wahl traf mich besonders hart, aber schlussendlich habe ich mich entschieden, wirklich ein Menü für einen eingeladenen Foodblogger zusammenzustellen, das ich noch nie gekocht habe. Alleine schon der Herausforderung wegen ... - und träumen darf man ja (Petra & Helmut, habt Acht - Ihr werdet ja bestimmt wieder mal im Hexenhaus vorbeischauen!)

Foodbloggers

Und so entscheide ich  mich für das folgende Herbst-Winter-Gourmet-Gourmand-Menü, das ausschliesslich aus der Küche von Schweizer Köchen stammt - und von dem ich überzeugt bin, dass ich das auch mal einzeln oder als Menü nachkochen kann - ehrlich, nur ein Foodblogger kann verstehen, weshalb das Menü so viele Gänge umfasst. Allerdings können die einzelnen Portionen ja auch kleiner als üblich ausfallen... :

Lauwarmer Rosenkohl-Orangensalat mit Lardo-Roggen-Krümeln von Lucas Rosenblatt   
Die einzelnen Rosenkohlblättchen sind schlicht umwerfend!

Crèmesüppchen vom Rotkohl mit Sauerrahm
von Eduard Hitzberger
Ursprünglich mit Kaviar - ich ziehe es jedoch vor, den einfach wegzulassen

Thunfischtatar mit Safran-Vinaigrette aus der Hexenküche
Nur eine Kleinst-Portion - pour changer les idées!

Le trou jurassien!
Ein leicht gepfeffertes Pflaumensorbetkügelchen in Eau-de-vie de Damassine

Poularden-Strudel mit Milken-Trüffelfüllung, dazu Maistätschli und gebratene Schwarzwurzeln
Feine Bressepoularde, mit Trüffeln und Milken gefüllt im feinen Brikteig. Nur mit etwas Trüffeljus

Malakoffs von Greyerzer-Käse auf Trauben-Nuss-Vinaigrette von Armin Amrein
Die Westschweizer Käsespezialität (eine kleine Käsebrandteigkugel), herbstlich garniert.

Birnen im Château Coutet mit Honig-Sabayon von Agnes Amberg
In weissem Bordeaux pochierte Birnen mit einer köstlichen Sabayon.

Adventgebäck aus der Hexenküche
produziert unter tatkräftiger Mithilfe einer "Prinzessin und eines Göttergatten"

Tja, versprochen, liebe Claudia, ich informiere hier, sobald die ersten Bekochten glückliche Gesichter machen...

Und gerne möchte ich mal von
Ralph von Hungrig in San Francisco und von
Ulrike von Küchenlatein
erfahren, wie sie einen Foodblogger begrüssen würden...?

Montag, 02. Oktober 06

KGG-GGK 2 - die Lösung!

Brav habt Ihr alle mitgemacht...

Erstaunt war ich nur, wie schnell mal wieder die richtige Lösung gefuOstwestwinnden wurde - und das erst noch von der Gewinnerin des KGG-GGK 1 - nämlich Ulrike von Küchenlatein!
Ich gratuliere!

Ach so, die Lösung... natürlich eine Blaue Kartoffel, oder Ralph?!

Bei uns kriegt man die in der Zwischenzeit auf vielen Märkten und wer denkt, dass das eine wilde Neuzüchtung sei, den muss ich gleich korrigieren:
Eine wahrhaft alte Sorte, die beinahe "verloren" ging. Heute wird sie wieder - u.a. dank Pro specie rara - angepflanzt. Ja, sie ist hier sogar bei  den Grossverteilern Migros und Coop wieder erhältlich.
Unter dem Namen BLAUE SCHWEDEN, RUSSISCH VIOLETTE, ROYALE BLEU, BLAUE WYSSACHEN, BLAUE LINZER, BLAUE LÜTHY etc etc zeigt sich eine wunderbare Artenvielfalt auf.

Danke Ralph - eine Super-Idee!
So, und wer hat eine KGG-GGK-Idee? Oder soll ich Euch etwas Neues "kredenzen"?

Donnerstag, 21. September 06

KGG-GGK 2 - von Ralph

Kggggk_3 Tja, dank Ralph von Hungrig in San Francisco findet ab sofort ein neues Rätselraten statt. Er hatte eine Idee und eine Fotokamera.

Und deshalb heute schon mal einen kleinen Ausschnitt aus der Rätselaufgabe Nr. 2 als "Gluschtigmacherli" ...

Hier findet Ihr ein "besseres" Foto und natürlich Ralphs Infos.
Die Lösung wird am 2. Oktober bekannt gegeben!

Und Ralph machte gleich den Vorschlag, doch ähnlich wie im "alten" Kochtopf, den Gewinner damit zu belohnen, dass er eine neue Aufgabe stellen darf (natürlich nur wenn er will!)

DANKE RALPH, gute Idee!
Und übrigens, für die, welche das raffinierte Banner bewundern, es ist von indenbergenistfreiheit - den ich im Moment furchtbar um seine Ferien (und -Fotos) aus Alaska beneide.


Was_ist_das_1_1
                                                                       W A S    I S T    D A S ?

Montag, 21. August 06

KGG-GGK 1 - die Lösung!

Kggggk_2

Tja, es war zu befürchten - ich dachte, sooo schwierig müsse das sein, das hätte noch lange nicht jeder schon mal gesehen. Der Tip mit der Seeanemone war übrigens auch nicht schlecht - daran hat mich die Vergrösserung auch erinnert. Aber alle, alle fanden es spontan raus:

Recht hattet Ihr alle, allerdings wart Ihr zuwenig präzis:

Eine Artischockenblüte!   

Artischocke_1

Die "Distel" war nicht mal in Wasser eingestellt, nein, sie fing ganz still und heimlich an zu blühen...

Ich hatte ja anlässlich meines BBQ-Essens Ralphs sensationelle gegrillte Artischocken mit Sesamdip zubereitet und da blieb eine ganze bretonische Artischocke übrig, die ich eigentlich am nächsten Tag noch zubereiten wollte. Allerdings verstaute mein fürsorglicher Göttergatte diese Artischocke zusammen mit dem anderen Gemüse im Keller und legte sie dabei anstatt in den Kühlschrank auf die Kartoffelkiste. Nun, nach drei Wochen Trockenzeit im Keller, entdeckte ich diese heimliche Schönheit: Innen fast ausgetrocknet und aussen mit den wunderschönen, nach Blütenhonig duftenden Blüten. So kam sie dann doch noch zu Ehren, als Deko in unserem Esszimmer ... Und blieb doch tatsächlich fast zwei Wochen wunderschön!

NACHTRAG, resp. KORREKTUR:

Ostwestwind von Küchenlatein hat, nach einem kleinen Schubser, die Aussage präzisiert und somit nicht nur ein Rezept gewonnen, sondern auch eine kleine Ueberraschung!

Hier nun noch das versprochene Artischockenrezept:

Artifisch1

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Artischocken-Seeteufel-Pfanne
Kategorien: Fisch, Gemüse, Kartoffeln, Kräuter
     Menge: 4 Personen

============================= MARINADE =============================
      4                  Knoblauchzehen; oder mehr, wer's mag
      2      Bund     Glatte Petersilie
    1-2                 Zitronen, Zesten und Saft
      3      Essl.     Olivenöl I
                          Pfeffer aus der Mühle

    400    Gramm  Seeteufel, in 2-cm-Stücken
500-700  Gramm  Kleine Artischocken
      3      Essl.      Olivenöl II
    300     Gramm  Kartoffeln, klein + neu, 1-2 mal geschnitten
                           Salz, Pfeffer, Olivenöl zum Abschmecken

============================== QUELLE ==============================
                   Improvisation totale!
                   -- Erfasst *RK* 21.08.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

In eine kleinen Schüssel Knoblauch durchdrücken, ganz fein gehackte
Petersilie und die Zesten sowie den Zitronensaft mit dem Olivenöl I
gut zu einer Marinade verrühren. Den Seeteufel in dieser Marinade
ruhen lassen.

Die kleinen Artischocken waschen und rüsten, dann halbieren oder
vierteln (mundgerechte Stücke) uns sofort in eine Pfanne mit
Zitronen-Salz-Wasser geben. Die Artischocken köcheln, bis die Stücke
nur noch leicht knackig sind. Danach abgiessen und in eine Schüssel
geben.

Das Olivenöl II in eine Wok-Pfanne geben und die Kartoffelstücke
langsam darin braten lassen bis sie gar sind. Die Kartoffeln
herausnehmen und zu den Artischocken geben.

Die Pfanne mit dem restlichen Olivenöl zurück auf den Herd geben.
Den Seeteufel aus der Marinade nehmen und darin kross anbraten.

Die Marinade über die Kartoffel-Artischocken-Mischung geben und
alles gut untereinanderrühren. Diese Mischung dann, wenn der
Seeteufel aussen schön gebraten ist, in die Pfanne dazugeben und
alles nochmals erhitzen. Mit Salz, Pfeffer, etwas Zitronenzesten und
frischer Petersilie abschmecken.

Sofort servieren - dazu feines Ruchbrot und ein Tomatensalat!

*BILLI*

Schmeckt wunderbar! Knoblauch-Zitrone-Petersilie passen ganz
toll zum Fisch und den Artischocken. Und die Kartoffeln nehmen der
Marinade etwas die Säure. Beim ersten Mal waren die Kartoffeln
schlicht Reste aus dem Ofen, die ich erhitzt habe. Wichtig, dass die
Artischocken durch sind aber nicht zu weich, weil sonst alles
zerfällt. Allerdings klappt es gut und schön angebraten schmecken
sie hervorragend. Nicht zuviel Marinade mit in die Pfanne geben.

=====

Samstag, 19. August 06

Beeren? Beeren!

Blog-Event XVI: Beeren
Ich denke mit einem leisen Lächeln an meine Erdbeersucht und an vergangene Zeiten (ca 35 Jahre her) als ich noch ohne Probleme mit einer blauen Zunge, rot verschmiertem Mund und etwas eingefärbtem T-Shirt nach Hause kam und mir meine Oma nicht glauben wollte, dass ich heute noch keine Beeren genascht habe.
Jetzt kann ich mich hinter die Beerenbücher machen, schönes Thema - DANKE!

Dienstag, 15. August 06

Kleines ganz gross - Grosses ganz klein Nr. 1 / KGG-GGK 1

Kggggk

Irgendwie fasziniert mich der Austausch über Events & Meme's und deshalb hab' ich mir gedacht, ich starte mal einen Versuchsballon!

Fasziniert von ungewöhnlichen Entdeckungen oder Details von Essen, Esswaren, Trinkbarem, ja, einfach allem, was so in der Küche zu finden ist, möchte ich den Anfang machen mit einem Detail, das mir vergangene Woche buchstäblich in die Finger und die Augen gestochen ist. Flugs das Detail und sein Ganzes (Drumherum) fotografiert und mal schauen, ob Ihr's rausfindet. Viel Ehre und natürlich zur Auflösung ein Rezept, das in Zusammenhang steht mit dem Rätsel warten auf die Teilnehmer. Und wer Lust und Ideen hat, meldet sich bei mir und wir veröffentlichen ein neues Rätsel.

Dann mal los, was meint Ihr (Nein, Petra von Chili und Ciabatta: Du darfst diesmal noch nicht!!), wo gehört das hin, was ist das?

Raetsel2

Soviel sei verraten:  Das Ding duftet derzeit intensiv nach Blütenhonig und kann stechen!

Rätselschluss ist der 20. August, 24.00 Uhr

Viel Spass beim Raten!

Nachtrag: Hab ich nicht ein tolles Banner/Logo? Und wer hat's gezaubert? Hä wer?
               Ja, ein Schweizer (oder?) nämlich "Indenbergenistfreiheit", jawollll!
               Ein riesiges MERCI an mgb!!!
               Und dabei habe ich grad entdeckt, dass er neben tollen Bannern
               auch noch vieles anderes mehr sehr gut kann - hey, da muss ich öfters hinlesen!

Nachtrag: Da fällt mir ein, war nicht schon mal so ein Rätsel irgendwo in unseren Blogs?

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