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Juli 2007

Freitag, 20. Juli 07

Reinfall in Muffinsform!

Die Dinger sehen doch lecker aus - und wie mir bestätigt wurde, passen sogar die Papierförmchen ideal dazu! Tja, schön wäre es, wenn sie auch so schmecken würden.

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Cranberry-Parmesan-Muffins aus dem Muffinsbuch von Gemma Reece.

Ich fand die Mischung gewagt und da ich mich ja öfters mal an solchen "Sächelchen" versuche, war ich überzeugt, einen neuen "Schlager" gefunden zu haben! REINFALL, REINFALL, REINFALL

Die Dinger waren weder süss noch salzig noch eine Mischung davon - eher sauer (was ich normalerweise mag, wenn es auch sonst noch aromatisch ist...) und zuwenig gewürzt.
Und dabei habe ich gleich beschlossen:
Die Mischung will ich trotzdem nochmals ausprobieren "à ma façon" - weitere Infos folgen!

Mittwoch, 18. Juli 07

Crème de Fèves

Zweifellos, ich mag Fava-Bohnen unwahrscheinlich gerne! Auch in getrockneter Form, welche man bei uns in der Zentralschweiz wirklich bei ausgewählten Italienern suchen muss. Der italienische Papa einer ehemaligen Arbeitskollegin meinte einmal: "Armer-Leute-Frass, dieses gekochte Fava-Püree. Meine Nonna hat das immer gemacht, wenn nichts anderes mehr im Haus war und der Monat noch lange dauerte. Bleibt mir vom Leib mit diesen komisch schmeckenden Bohnen!" Nun, ich liebe auch das Püree, obwohl ich eine Einschränkung mache und das Püree aus getrockneten Favas eher in der kalten Jahreszeit serviere, z.B. mit gedünstetem Cima di Rapa und feinen Salsicce.

Das "Problem" bei frischen Favas ist eigentlich nur der Rüstaufwand und schlussendlich auch das Einschätzen der richtigen Einkaufsmenge, damit man dann doch noch genug eigentliche Bohnen erhält. In Frankreich habe ich tiefgekühlte Favas entdeckt, die man nur noch von der eigentlichen Schale befreien musste. Trotzdem, ist es ganz witzig, wenn wir uns mal anschauen, wieviel 1 kg frische Bohnen schlussendlich ergeben - nämlich nur noch rund 180-230 g! Hier eine kleine Illustration dazu:

Fava2 1    Fava_1 2

Fava3 3     Fava4 4

1   ... so auf dem Markt zu kaufen (O-Ton Markthändler: "Die werden normalerweise nur von Italienern gekauft!" ...
2   ... der Inhalt einer Bohne
3   links die Hüllen (s. 4 Mitte), rechts schlussendlich die wahre Ernte
4   ... rechts, das feine, zarte Böhnchen

Petra und ihre Familie auf jeden Fall kennen die Favas und mögen sie auch - hatten wir doch im Frühling 2006 ein wohlschmeckendes Artischockengemüse mit Fava und Tomaten zum Zicklein serviert bekommen. Und so liegt es für mich bei Besuch auf der Hand, ein schnelles Süppchen aus Favas zu servieren - es scheint bis jetzt immer allen geschmeckt zu haben.
Das Foto stammt aus einem Cascabel & Co - Verwöhn-Menü im letzten Sommer - ich habe auch diesmal mit etwas Haselnussöl abgeschmeckt und eine kleine feine Speckwürfelcheneinlage in das Tässchen gegeben ... schmeckte hervorragend herb und würzig mit dem ureigenen Favageschmack!!!

Favasuppe

OK - niemand von uns hat ein Bild nur von der Suppe machen können - die Tässchen waren schlicht zu klein - aber hübsch, oder? Die hat meine Oma zu meinem 20. Geburtstag bemalt (ist allerdings auch schon eine Weile her). Wunderschön lindengrün wirkt diese feine Crème de Fèves:

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

     Titel: Crème des Fèves - Favabohnencrème
Kategorien: Suppe, Vorspeise, Hülsenfrüchte
     Menge: 4-6 Portionen

      2    Stücke  Knoblauchzehen, feinstgehackt
      1     klein. Zwiebel, feinstgehackt
      1      Teel. Olivenöl
      2  Scheiben  Pancetta, feingewürfelt
250-300     Gramm  Fava Bohnen, geputzt
400-500        ml  Hühnerbouillon
                   Salz, Pfeffer
    2-4    Zweige  Thymian
    100        ml  Halbrahm
      4  Scheiben  Pancetta, in feinen Streifchen
            Etwas  Feinstes Haselnussöl

============================ QUELLE ============================
            inspiriert durch ein Fava-Bohnen-Ragout,
            erfasst von Ralph Knauth
            -- Erfasst *RK* 18.07.2007 von
            -- Marie-Isabelle Bill

Zwiebeln, Knoblauch und Pancetta gut vermischen und im Olivenöl
anbraten. Die Favabohnen zugeben und leicht mitbraten, mit Bouillon
ablöschen, 5-10 Min offen simmern lassen. Pfanne vom Herd nehmen.

Rahm zugiessen und mit dem Zauberstab pürieren. Mit wenig Salz,
frischem Pfeffer und Thymian abschmecken.

Pancettastreifchen anbraten und vor dem Servieren über das Süppchen
geben. Mit Haselnussöl abschmecken.

Variante:

Mit Mandarinen- oder Limettenöl abschmecken (evtl. ohne Pancetta).
Als Variante habe ich schon geröstete Haselnussstückchen genommen.

BILLI: Grossartiges Süppchen, bloss nicht zu lange köcheln, sonst
wird die Suppe eher bitter... Achtung, muss individuell mit Rahm und
Bouillon abgeschmeckt, gestreckt o.ä. werden. Je nach Bedürfnis.
Nicht zuviel für eine Portion rechnen - es "gnüegelet" bald.

=====

Dienstag, 17. Juli 07

Entdeckt....

... aber nicht gekostet!

Schneeballen

In einer bayrischen Autobahnraststätte - es gäbe die Dinger gefüllt und ungefüllt und heissen tun sie - na, wie schon?
Natürlich, der Jahreszeit angepasst "Schneeballen".

Die Verkostung erfolgt zu einem anderen Zeitpunkt  - uiiiiiiih sooooo viele WW-Points ;-))
Oder kennt jemand ein gutes Rezept?

Himbeerhimmel direkt auf dem Teller!

Vor dem Foodbloggertreffen in Geiersthal besann ich mich mal zurück auf die gute, alte Madame Bossi. Genau Betty Bossi! Ich weiss, ich weiss ich bin der Lästerer vom Dienst, wenn es um Madame Bossi geht. Aber immer wieder finden sich Trouvaillen, die halt doch bestätigen, dass ihr Ruf früher mal absolut gerechtfertigt war. Hier nun also so ein Rezept, das einen direkt in den Himbeerhimmel spediert.

Die Foodbloggergemeinde in Geiersthal erging sich plötzlich (abends seeehr spät) in einer ausführlichen Fotosession mit Foodstyling und beinahe wären die Objekte der Begierde eher der warmen Temperatur und den Fotografierexzessen als hungrigen Mäulern zum Opfer gefallen.  Mein Dank geht deshalb oder trotzdem an die Neuhausener Nudelsuppe und Foodfreak für Foodstyling und Foto...

Ach ja, ich würde mich nie im Leben mehr an ein Foodbloggertreffen wagen, wenn ich nicht, wie von der Gemeinde angewiesen, am Himbeer-Event des Gärtnerblogs teilnehmen würde... (Heimlich bin ich ich ja ganz stolz - aber wirklich nur heimlich!):

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==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

     Titel: Holunder-Himbeeren im Moscato-Gelee
Kategorien: Desserts, Früchte, Alkohol, Pudding
     Menge: 8 Portionen oder mehr

============================= GELEE =============================
     80     Gramm  Frische oder tiefgekühlte Himbeeren
      8            Förmchen à ca 1 dl, kalt ausgespühlt
    150        ml  Wasser
    150        ml  Holunderblütensirup
      9   Blätter  Gelatine, in kaltem Wasser eingelegt
    500        ml  Moscato

========================= HIMBEERCOULIS =========================
    150     Gramm  Frische oder tiefgekühlte Himbeeren
    2-3      Essl. Holunderblütensirup

============================ QUELLE ============================
            Betty Bossi Zeitung 01/2006
            -- Erfasst *RK* 16.07.2007 von
            -- Marie-Isabelle Bill

Himbeeren (nicht aufgetaut) in die Förmchen verteilen und ca 15 Min
in den Tiefkühler stellen.

Wasser und Sirup aufkochen und Pfanne von der Platte nehmen. Die
eingeweichte Gelatineblätter ausdrücken und in die Flüssigkeit
einrühren bis sie sich aufgelöst hat. Die Flüssigkeit durch ein Sieb
in ein Litermass giessen, ca 10 Min. abkühlen lassen, allfälligen
Schaum entfernen. Nun den Moscato dazugiessen und gut verrühren.

Jetzt die Förmchen bis zur Hälfte auffüllen und 15 Min. in den
Tiefkühler stellen. Herausnehmen, restliche Flüssigkeit bis knapp
unter den Rand dazugiessen, zugedeckt mind. 2 Std im Kühlschrank
fest werden lassen.

COULIS

Himbeeren mit dem Sirup pürieren, durch ein Sieb streichen. Kühl
stellen, aber nicht kalt...

Die Köpfchen mit einer Messerspitze sorgfältig vom Rand lösen,
Förmchen kurz in heisses Wasser tauchen; Köpfchen auf den Teller
stürzen, mit Coulis und Minze- od. Melisseblättern dekorieren.

BILLI: Superfein, leicht, frisch und apart! Am Foodbloggertreffen DAS
Fotoobjekt... Sehr toll zum Vorbereiten - bis 1 Tag vorher
zubereiten und getrennt im Kühlschrank aufbewahren.

Wenn mehr Beeren eingesetzt werden, kann die Anzahl der Förmchen,
resp. Portionen, erhöht werden.

=====

Montag, 09. Juli 07

Foodblogger Treffen im Bayrischen Wald

Dieser Einladung konnten wir nicht widerstehen!

Und so wurde am Freitag Nachmittag - natürlich nach ausführlichem Kochbuchstudium, Kühltaschenpacken und köchelnden Vorbereitungen - der Besen gepackt und 'gen Niederbayern gelenkt.
Dank einigen Staus an der Grenze und zwischen Lindau und München kamen wir mit Verspätung, jedoch genau rechtzeitig zum Hauptgang am Freitag Abend in Geiersthal an. Und so begann ein sündiges Schlemmerweekend mit vielen Gleichgesinnten und bei bestem Wetter!

Unser Dank geht an alle Foodblogger, die sich auf ein kleines Abenteuer eingelassen haben und zum Teil recht weite Wege nicht scheuten. Wie schön, auch mal die Gesichter und Geschichten hinter den Bloggeschichten kennenlernen zu dürfen!
Unser besonderer Dank jedoch gilt Petra und Helmut, die ganz selbstverständlich Küche und Keller, Grill, Herd und Ofen zur Verfügung stellten. Locker Gemütlichkeit zu schaffen wussten und organisatorisch den Überblick behielten! Ein liebes Merci aus der Zentralschweiz!

Ach ja, hier ein Ueberblick über den Ablauf, einige Fotos und natürlich die entsprechenden Rezepte (eine wahre Schatztruhe!!!)

Und natürlich einige Impressionen hier:

Brunch 1    Beilagen 2

Dolce_chili 3    Coriandre_ulli_2 4

1 Ein Teil des Brunchbuffets am Samstag Morgen
2 Ein Teil der Beilagen am Samstag Abend
3 Dolce und Cascabel stellvertretend für die allgemeine Stimmung
4 Ulli hilft mir beim Passieren der Himbeeren... "des muss gnau angschaut werden"

Ach ja, hier doch noch mein Rezept für die "Passionsfruchtrolle", die einhellig auf Erfolg gestossen ist - Besten Dank an Food Freak für das Foto:

Dlice_aux_fruits_de_la_passion

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

     Titel: Delice aux fruits de la passion
Kategorien: Dessert, Früchte, Vorbereiten
     Menge: 6 Portionen

============================ BISQUIT ============================
      3            Eigelbe
      6      Essl. Zucker
      3            Eiweisse
      1     Prise  Salz
     80     Gramm  Weissmehl

============================ FÜLLUNG ============================
      8            Passionsfrüchte
     50        ml  Orangensaft
      2      Teel. Maizena
      2      Essl. Zucker

============================ QUELLE ============================
            adaptiert nach Elle à table No 48, Februar 2007
            -- Erfasst *RK* 23.02.2007 von
            -- Marie-Isabelle Bill

Passionsfrucht-Roulade

*BISQUIT*

Den Backofen auf 220 Grad aufheizen. Ein Kuchenblech mit Backpapier
auslegen.

Die Eigelbe mit dem Zucker so lange aufschlagen, bis sich die
Mischung weiss verfärbt.

Die Eiweisse mit einer Prise Salz steifschlagen.

Nun der Eigelb-Zuckermasse die Hälfte des Mehls zusieben und
unterziehen. Den Hälfte des Eiweiss-Schnee beigeben und vorsichtig
unterziehen. Den Rest des Mehls zusieben, unterziehen und nun auch
noch den Rest des Schnees vorsichtig unterziehen.

Diesen Teig auf das Kuchenblech geben und gleichmässig zu einem
Rechteck ausstreichen. Die Ränder etwas regelmässig säubern. Ab in
den Ofen für 5 - 10 Min. Das Bisquit soll schön goldfarben, aber
nicht trocken und braun sein.

Das Kuchenblech aus dem Ofen nehmen und mit dem Backpapier nach oben,
auf ein leicht feuchtes Tuch legen, das Backpapier ebenfalls mit
einem wenig feuchten Tuch abdecken. Dieses gleich wieder wegnehmen
und das Backpapier entfernen. Nun das Biscuit mit dem Tuch einrollen
und abkühlen lassen.

*FÜLLUNG*

Die Passionsfrüchte aufschneiden und das Fruchtfleisch mit den
Kernen zusammen mit dem Zucker in ein Pfännchen geben. Maizena mit
dem Orangensaft verrühren und beigeben. Alles gut verrühren und
leicht aufköcheln lassen.

Nun die Roulade vorsichtig ausrollen und mit ca 1/3 bis der Hälfte
der Sauce bestreichen. Nun wieder aufrollen und mit dem Rest der
Sauce bestreichen. Bis zum Servieren kühl stellen.

BILLI: Absolut sensationell und dekorativ! Prügeleien begleiteten
die zweite Runde des Verteilens ;-). Der säuerlich-fruchtige
Geschmack passt hervorragend zu Eis, frischen Früchten und auch zu
dunkler Schokolade (Mousse). Das Originalrezept sieht nur 6
Passionsfrüchte und kein Orangensaft für die Sauce vor. Das ist
eindeutig zu wenig für die Menge Bisquit.

Zubereitungszeit ca 30 Min (ohne Kühlzeiten)

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