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Dezember 2006

Mittwoch, 20. Dezember 06

Von Geistern, Söldnern und Gabeln

Da René und ich beide beruflich sehr engagiert sind, haben wir uns vorgenommen, dass mindestens ein Wochenende pro Monat zwingend nur für uns ganz alleine reserviert bleibt. Ab und zu überraschen wir uns gegenseitig mit einem Essen, Ausflug, etc. So bleibt es spannend...
René hat mich im November auf ein Schiff der Zugerseeschifffahrt geladen, auf dem es im "Unterdeck" zu einer Aufführung von Kishons tierisch-menschlicher Satire  "Schwarz auf Weiss" in zwei Akten kam. Hervorragend inszeniert und für ein Laientheater sehr gut gespielt. Es war ein Erlebnis!
Kulinarisch hingegen waren wir etwas enttäuscht, sind wir doch normalerweise von der Zugerseegastronomie recht gut versorgt. Aber da gab es ein Buffet von eher mässigen Salaten mit etwas heissem Schinken und anschliessend eine Käseplatte und etwas Eis. Aber, um darauf zurückzukommen, es ging dabei um's Theater!

Nun hatte mich Renés Überraschung (der jeweilige Partner wird bei solchen Anlässen nur lange im voraus mit ziemlich unvollständigen Informationen regelrecht hingehalten...) ziemlich überwältigt und der natürliche Ehrgeiz, ihn zu übertrumpfen setzte sich bei mir durch. Der glückliche Zufall wollte es, dass ich letzten Sommer bei der Organisation einer Hochzeit auf ein Restaurant stiess, das sogenannte "Ess-Spektakel" durchführt und ich in diesen Tagen doch grad eine Einladung erhielt:

"DER STUBLI-GEIST" - Ein Schwyzer Söldner erzählt aus seinem abenteuerlichen Leben

Die braven Eidgenossen waren ja bekannt und begehrt als Reisläufer und Söldner, in ganz Europa.
Die letzte "Söldnertruppe" existiert noch - in Rom - seit 500 Jahren, nämlich die Päpstliche Schweizergarde im Vatikan.

So erzählt also der Stubligeist von seinen Abenteuern; drei Mal kehrt er ein, zwischen den einzelnen Gängen eines exquisiten Mahles. Er wirkt leicht zerzaust, sein zerschlissener Wams trägt auch nicht gerade zur Eleganz bei und sein Auftreten ist schon recht landsknechtmässig. Tja, wenn man halt so gern dem geistigen Wasser zuspricht...

René und ich haben Glück, wir sitzen unmittelbar vor dem antiken Kachelofen, bei dem sich der Geist jeweils wärmt und seine Geschichten erzählt. Eine handelt sogar davon, dass der "Schön Johäni" - der schöne Johannes - jeweils auf Renés Stuhl sitzt und sich ins Elend trinkt, keiner wolle an solchen Tagen auf diesen Stuhl sitzen! Was habe ich doch für einen mutigen Mann ;-))
Uebrigens, der "Schön Johäni" hat nur noch ein Ohr, ein Auge und hinkt, aber die Völkerschlacht hat er überlebt!

Stubligeist1    Stubligeist2

Viel zu erzählen hat der Stubli-Geist, von seinem Liebchen, das nach Spanien "verkauft" worden ist; von der Beulenpest und dem Schwyzer Dorfbrand; von den hohen Herren; vom gesegneten Einsiedler-Wasser, das schlicht gegen und für alles hilft und von den Saufeskapaden in den Diensten der Savoyer. Eigentlich könnte man ihm noch lange zuhören, aber eben, das Menü hat ein Ende und plötzlich ist es wieder das "hochheiligi Johr anno Domini 2006, gopferteckel!" um mit des Geistes Worten zu sprechen. Der uns übrigens ganz am Anfang gefragt hat, ob wir nichts besseres zu tun hätten, als hier in der Wirtschaft rumzusitzen!

Zwischen den Geistes-Erscheinungen zaubert Küchenchef Hanspeter Hurter passende Köstlichkeiten auf unsere Teller:

Das Menü setzt sich zusammen aus
- Französischer Hofstaat-Lammterrine
- Schaumsüppchen vom Einsiedler Klosterwürzwein
- Saurem Rindmocken mit Gummel-Stungis
und einem Schwyzer-Garde Schoggi-Turm.

Alles schmeckt wunderbar, fein und abgerundet!

Auch am Tisch gilt übrigens das Regime des 17./18. Jahrunderts: Es gibt eine klare Tischordnung und klar ist auch, wie zu essen ist: nämlich mit der zweizinkigen Gabel!

Fürwahr, ein Ess-Spektakel erster Klasse!

Montag, 18. Dezember 06

Kulinarischer Adventskalender Nr. 18 - GANS anders!

Kulinarischer_adventskalender_18

Quieieietsch, dieses Türchen klemmte ein bisschen...
(Nein nicht so wie letztes Jahr 20six...!- Aber eben:)

Auf dem Verdauungsspaziergang nach dem Kapaun-Schlemmermahl vom Oktober beschlossen wir, im Advent eine Weihnachtsgans zuzubereiten. Brigitte und Ivano hatten zwar schon mal Gans gegessen, aber noch nie eine zubereitet und so wollten wir ein gemeinsames Gans-Weekend verbringen.

Zorras Aufforderung für den Adventskalender kam mir dann auch grad gelegen, um wiederum ein ganzes Menü zu verbloggen. Schliesslich sollte ich ja auch genug „Arbeiter für niedrige Aufgaben wie rüsten, klein schneiden, abwaschen, rühren etc.“ (O-Ton René) zur Verfügung haben…

Tja, aber meistens kommt es erstens anders und zweitens als man denkt:

Brav bestellte ich eine feine französische Gans, denn hier in der Zentralschweiz – wie überhaupt in weiten Teilen der Deutschschweiz – ist Gans als Weihnachtsessen eher unüblich. Obwohl ich es gerne mag, die meisten Leute weichen aus auf Fondue Bourginionne, Chinoise, Bacchus; Tischgrill und Mongolentopf – es gibt halt nicht so viel zu tun und ist gesellig. Ich persönlich bedaure es, denn es gäbe doch so viele feine Sachen, auch solche, die man gut vorbereiten kann und die nicht alle Welt kosten. Nun denn, die Gans bestellte ich also bei Comestibles Michel in Unterseen bei Interlaken. Ein der führenden Händler für Geflügel in der Schweiz; neben Fredi von Escher aus Zürich; der auch die Gastronomie beliefert (Nein, beide haben noch keine Homepage!).
Also dann, das Gänslein würde geliefert!

Und dann, am vergangenen Dienstag bekamen wir eine Absage… !!!

Jetzt hiess es, sämtliche Freunde und Bekannte anzufunken und eine kurzfristige Einladung auszusprechen, die Telefone und Handys glühten; aber Pech, so kurz vor Weihnachten war einfach nichts zu machen - keine Chance.
Aber was, um Himmels willen, machen René und ich mit einer ganzen Gans? Es tat mir im Herzen weh, aber die Gute musste in den Tiefkühlschlaf. Für das „echte“ Weihnachtsmahl mit unserem Patenkind und seinen Eltern, obwohl da ursprünglich mal Truthahn gewünscht worden war.
Dann ging es auf die Suche nach Gänsekeulen oder Gänsebrust für zwei. Aber obwohl Zug und Luzern doch recht international ausgerichtet sind – auch keine Chance! Entweder gab es noch keine, grundsätzlich keine oder sie waren schon reserviert oder weg … es war zum Haareraufen!

Aber keine Angst, es sollte kein Haar im Menü zu finden sein. Denn,

Als Trostpflaster bekam ich zufällig fast gleichzeitig eine Fois Gras von 500 g.

Auch die ist etwas gross für uns beide, aber immerhin kann sie auch so zubereitet werden, dass noch etwas für Weihnachten übrig bleibt.

So kam es, dass das ursprüngliche Menü „GANS anders“ tatsächlich ANDERS wird – ich hoffe trotzdem, dass es eine kleine Inspiration für ein „Anderes Weihnachtsessen“ sein kann.

Zum Aperitif Bruschetta mit Stangensellerie

Topinambur-Crème mit Trüffelpesto    * * * Tuna-Millefeuille mit Sesam-Triangolo * * * Fois-Gras mit Kumquat-Confit und goldgelbem Couscous * * *   Schokoladen-Mandelcrème-Terrine

Für die Käseliebhaber gibt es vor dem Dessert noch eine Schale Portweinschaum mit Ziegenkäse und ungesüsstes Anisbrot. 

Wichtig ist mir vor allem, dass möglichst viel vorbereitet werden kann:

Der Nachtisch bereits am Vortag, dasselbe gilt für die Topinambur-Crème, die eigentlich nur noch aufgewärmt werden muss, der Kumquat-Confit ebenfalls. Am selben Tag kann der Sesam-Triangolo gebacken werden, das Gemüse etc. für den Couscous; ja, sogar der Couscous kann vorbereitet werden, muss nur noch kurz mit etwas Orangensaft aufgewärmt werden. 2-3 Std vorher kann das Tuna-Millefeuille vorbereitet werden. Lediglich die Foie Gras und der Portweinschaum müssen unmittelbar vor dem Servieren produziert werden.  Toll, nicht?

Also dann, los geht's

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Bruschetta mit Stangensellerie
Kategorien: Snack, Aperitif, Gemüse
     Menge: 6 Portionen

      6            Helles Holzofenbrot oder Baguette
      1            Knoblauchzehe, geschält
      1            Tomate, geschält, entkernt und feingehackt
      2      Essl. Olivenöl
      2      Essl. Kerbel, feingehackt
      1    Stange  Sellerie, gerüstet
                   Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

============================== QUELLE ==============================
                   Heinz Witschi "Kochen für Freunde"
                   ISBN 3855027080, AT-Verlag
                   -- Erfasst *RK* 17.12.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Die Brotscheiben auf dem Grill oder in der Pfanne rösten und noch
warm mit der Knoblauchzehe einreiben.

Die gehackte Tomate mit dem Olivenöl, etwas Kerbel, Salz und Pfeffer
gut vermischen.

Unmittelbar vor dem Servieren die Tomatenmasse auf die Brotscheiben
geben und den Stangensellerie fein auf die Brote hobeln. Mit dem
restlichen Kerbel bestreuen.

=====

Topicre_tartuf

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Topinamburcrème mit Tartufata
Kategorien: Suppen, Gemüse, Pilze
     Menge: 4 Portionen

    500     Gramm  Topinambur, geschält
      1      Essl. Zitronensaft
     40     Gramm  Butter
      1     mittl. Zwiebel, feingehackt
     50     Gramm  Weissbrot ohne Rinde, gewürfelt
    400        ml  Milch
    400        ml  Gemüsebouillon
    200        ml  Rahm
      1            Knoblauchzehe, gepresst
      1      Teel. Tartufata I
      4      Teel. Tartufata II (pro Portion 1 TL)
                   Muskat, Salz, Pfeffer

=============================== DAZU ===============================
      8  Scheiben  Baguette, dünn geschnitten
     50     Gramm  Butter
                   Trüffelöl

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach Oskar Marti, "Winter in der
                   Küche"
                   ISBN 3444104154, Hallwag
                   -- Erfasst *RK* 18.12.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Topinambur schälen, in Scheiben schneiden und in Wasser mit
Zitronensaft legen.

Die Butter in einem Topf zum Schmelzen bringen. Die gut abgetropften
Topinamburscheiben gut anbraten und einige Minuten dünsten. Dann die
Zwiebeln zugeben, ebenfalls goldgelb dünsten. Nun die Brotwürfel
beigeben, mit Milch und Bouillon auffüllen, Gewürze und Knoblauch
beigeben und bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

Die Suppe fein pürieren, durch ein Sieb in den Topf zurückgiessen,
aufkochen lassen, mit Rahm verfeinern und falls nötig nachwürzen.

Vor dem Anrichten Tartufata I beigeben und gut unterrühren.

Die Brotscheiben in Butter kurz braun braten, mit etwas Trüffelöl
beträufeln. Separat zur Suppe servieren.

Die Suppe auf die Teller oder Schalen verteilen, in der Mitte jeden
Tellers 1 TL Tartufata geben, mit etwas Trüffelöl abrunden und mit
Petersilieblättchen dekorieren. Kann auch nur mit Trüffelöl
abgeschmeckt werden.

BILLI: Im Originalrezept kommt keine Tartufata vor. Da wird mit Zimt
gearbeitet. Die Suppe wird mit Zimt abgeschmeckt und die Brotbeilage
mit Zimt überstäubt. Die Kombination Trüffel und Topinambur habe ich
bei Frédy Girardet gefunden.

*Tartufata ist eine italienische "Konserve", ein Gemisch aus
schwarzen Oliven, Champignons, Herbsttrüffel, Knoblauch, etwas
Sardelle und Petersilie, Maiskeimöl und Salz. Die feingehackte
Mischung wird einige Zeit stehen gelassen und hat so einen
intensiven Trüffelgeschmack. Schmeckt auch hervorragend auf
Bruschetta! Siehe www.truffle.it (Tentazioni in Acqualagna)

=====

Tunamilf

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Tuna-Millefeuille mit Sesam-Triangolo
Kategorien: Vorspeisen, Fisch, Gemüse, Kalt
     Menge: 4-6 Portionen

    300     Gramm  Frisches rotes Thunfischfilet, Sashimiqualität
      2      Essl. Olivenöl
                   Meersalz
                   Schwarzer Pfeffer

========================= BLUMENKOHLMOUSSE =========================
    300     Gramm  Blumenkohl, gerüstet
      1      Teel. Wasabi
      3      Teel. Tabasco, grün
      4   Blätter  Gelatine, in kaltem Wasser eingeweicht
    200        ml  Rahm, steifgeschlagen
                   Salz, Pfeffer

========================== SESAM-TRIANGOLO ==========================
    100     Gramm  Blätterteig, evtl. vorausgewallt
      1            Eigelb
      1      Teel. Kaffeerahm
     40     Gramm  Sesam, geröstet
            Wenig  Chiliflocken (nach Geschmack)
                   Salz, Pfeffer

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach Heinz Witschi "Kochen für
                   Freunde"
                   ISBN 3855027080, AT-Verlag
                   -- Erfasst *RK* 17.12.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Thunfisch in feine Scheiben schneiden (max 3 mm dick) und auf beiden
Seiten mit Olivenöl bepinseln, mit Salz und Pfeffer würzen und kalt
stellen.

Den Blumenkokhl weich kochen, Wasabi und Tabasco beigeben, fein
mixen. In der noch warmen Masse die ausgedrückten Gelatineblätter
auflösen und gut durchrühren.

Die Blumenkohlmasse auf Eiswasser kalt rühren, bis sie leicht zu
binden beginnt. dann den geschlagenen Rahm darunter ziehen und mit
Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Blumenkohlmousse in einen Spritzsack mit Lochtülle geben und
etwas 3 mm dick auf 3/4 bis 4/6 - je nach Anzahl Portionen - der
marinierten Thunfischtranchen dressieren. Mit einem Spachtel jeweils
3 - 6 Tranchen aufeinander legen und mit eine weitern,
unbestrichenen Thunfischtranche bedecken. Tuna-Millefeuille 2
Stunden kalt stellen.

Blätterteig hauchdünn auswallen (auch Fertigteig ist noch zu dick!),
mit Eigelb-Kaffeerahmmischung bestreichen, mit Sesam, Chiliflocken,
Salz und Pfeffer bestreuen. In schmale, längliche Dreiecke schneiden,
bei 220 Grad im vorgeheizten Backofen goldgelb backen.

Servieren:

Tuna-Millefeuille in Stücke schneiden, auf den Teller geben, mit
Kerbelblättchen oder Sprossen dekorieren; evtl. etwas Fleur de Sel,
Blumenpfeffer und/oder Zitronenöl darüber geben. Wenig Sesam darüber
streuen. Zusammen mit einem Triangolo servieren.

BILLI: Im Originalrezept kommen weder Wasabi noch Tabasco vor und es
werden nur 3 Blätter Gelatine verwendet. Zudem werden die Triangolos
mit Pistazien, nicht Sesam bestreut. Die Menge sollte als Vorspeise
für 4 Personen reichen.

Ich fand das Ganze interessant, aber ohne Pep, ja, gar etwas fade.
Der Wasabi könnte durchaus durch frisch geriebenen Meerrettich
ersetzt werden. Die Pistazien sind zwar farblich interessant, aber
das Triangolo hat keinen Geschmack. Die Menge ist für 4 Personen
ziemlich grosszügig bemessen. Am besten schneidet man den Thunfisch
mit einem Lachsmesser, da sonst die Scheiben etwas gar unregelmässig
sind. Das Millefeuille erst vor dem Servieren schneiden, denn vorher
"verschmiert" die Füllung die Schnittfläche, so dass der
Millefeuille-Effekt verloren geht. Beim nächsten Mal wird anstelle
von Blumenkohl Broccoli oder Romanesco eingesetzt; alleine schon der
Farbe wegen...

Wunderbare Vorspeise, die leicht schmeckt. Ungewohnt fein, auch mal
was für Leute, die sonst Fisch nicht so zugeneigt sind.

=====

Foisgras_kumq

===== Titelliste (2 Rezepte) =====

Fois Gras mit Kumquat-Confit
Goldgelber Couscous

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Fois Gras mit Kumquat-Confit
Kategorien: Innereien, Früchte
     Menge: 4 Portionen

========================== KUMQUAT-CONFIT ==========================
     12            Kumquats
      1     klein. Chilischote oder 1 EL Chiliflocken getrocknet
      1      groß. Schalotte, geschält
    300        ml  Frischer Orangensaft
      4      Essl. Rohrzucker
                   Salz, Pfeffer, Zitronensaft zum Abschmecken

======================== FOIS GRAS-SCHNITTEN ========================
      4  Scheiben  Fois Gras à 120 g, 2 cm dick (Gänse- oder
                   -- Entenstopfleber)
      1      Teel. Feiner Curry (nicht zu scharf)
                   Salz, Pfeffer
                   Mehl

============================== QUELLE ==============================
                   Kombi aus "Essen bei Werner Rätz" und aus Frédy
                   Girardets
                   "Emotions gourmandes"
                   -- Erfasst *RK* 18.12.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Die Kumquats waschen, den Stielansatz entfernen und dann in 2-3 mm
dicke Scheiben schneiden. Grobe Kerne entfernen.

Die Chilischote von Kernen und weissen Häutchen befreien, in feinste
Würfelchen schneiden.

Die Schalotte längs halbieren, dann in feine Streifen schneiden.

In einer weiten Pfanne den Orangensaft mit dem Rohrzucker zusammen
aufkochen. Die Kumquats beigeben und etwas einköcheln lassen
unbedingt dabeistehen, ab und zu umrühren. Dann die Chiliwürfel oder
-flocken beigeben und die Schalottenstreifen. Eindicken lassen
(sirupartig). Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Evtl. etwas
Zitronensaft beigeben. Warm halten oder in einer kleinen Pfanne
während der Zubereitung der Foie Gras-Schnitten erwärmen.

Die Fois Gras muss bis unmittelbar vor dem Braten unbedingt kühl
gehalten werden! Zuerst aus Curry, Pfeffer und sehr wenig Salz eine
Mischung erstellen. Dies Scheiben damit würzen. In der Zwischenzeit
eine Pfanne (bei Girardet eine beschichtete) ohne Fettzugabe heiss
werden lassen. Nun die Schnitten noch leicht mit Mehl bestäuben und
ab in die Pfanne. Von jeder Seite 40 Sekunden anbraten, dann kurz
auf etwas Haushaltpapier abtropfen lassen.

Auf vorgewärmten Teller einen Confit-Spiegel geben, die Schnitzel
darauflegen und ganz wenig Confit darübergeben. Zusammen mit lange
gebackenen Kartoffeln oder Couscous (s. Goldgelber Couscous)
servieren. Oder einfach frische Brioche (s. Rosenblatts Brioche)
dazu reichen...

BILLI: Furchtbar stolz! Der herbe, säuerlich-süsse Geschmack des
Confits passt sensationell zur Foie Gras. Zusammen mit dem Couscous
eine feine Speise.

=====

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Goldgelber Couscous
Kategorien: Beilagen, Getreide, Gemüse
     Menge: 4 Portionen

    250        ml  Hühnerbouillon
      1      Essl. Olivenöl I
    100     Gramm  Couscous
      3      Essl. Olivenöl II
      2      Essl. Gemüsewürfelchen (Karotte, Paprika, Zucchetti,
                   -- Frühlingszwiebel)
    1/2      Teel. Kurkuma, feingehackt oder als Pulver
      1      Essl. Pinienkerne, geröstet
      1      Essl. Sultaninen, in Wasser eingeweicht
      1      Teel. Schnittlauch, feingeschnitten
      1      Teel. Petersilie, feingehackt
                   Limonensaft
                   Salz, Pfeffer

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach Heinz Witschi, "Kochen für
                   Freunde"
                   ISBN 3855027080, AT-Verlag
                   -- Erfasst *RK* 17.12.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Bouillon aufkochen, Olivenöl I beigeben, Couscous einstreuen,
aufkochen lassen und vom Feuer nehmen. Gut 15 Min quellen lassen,
bis alle Flüssigkeit aufgesogen ist. Von Zeit zu Zeit dabei den
Couscous etwas auflockern.

Olivenöl II in einer Pfanne erhitzen und darin die Gemüsewürfelchen
dünsten, bis sie gar sind. Mit den restlichen Zutaten zum Couscous
geben und alles gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer und wenig
Limonensaft abschmecken.

Kann vorbereitet werden, muss nur noch mit ca 0.5 dl Orangensaft
kurz aufgewärmt werden - der Saft muss verdampfen!

Kann auch kalt als Salat serviert werden.

BILLI: Ausgezeichnet aromatisch. Im Originalrezept werden noch
Pilzwürfelchen (1 EL) mit dem Gemüse zusammen angedünstet.

=====

Portw_zikae

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Portweinschaum mit Ziegenkäse
Kategorien: Käse, Alkohol, Nachspeise
     Menge: 4 Portionen

    250        ml  Portwein
      2            Eigelb
      1      Essl. Zucker
                   Muskatnuss
                   Pfeffer
                   Ziegenweichkäse

============================== QUELLE ==============================
                   Louise Bill
                   -- Erfasst *RK* 18.12.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Portwein mit Zucker und Eigelb im Bain-Marie kräftig schaumig
schlagen, mit Muskat und Pfeffer gut würzen, nochmals aufschlagen.

In Teller geben, je 2-3 Scheiben Ziegenkäse hineinlegen.
Mit Pfeffer bestreuen.

Evtl. einen Klacks Double Crème zugeben.

Mit ungesüsstem Anisbrot, Birnenbrot oder Bauernbrot servieren.

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Fröhliche Weihnachten!!!

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