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September 2006

Donnerstag, 21. September 06

KGG-GGK 2 - von Ralph

Kggggk_3 Tja, dank Ralph von Hungrig in San Francisco findet ab sofort ein neues Rätselraten statt. Er hatte eine Idee und eine Fotokamera.

Und deshalb heute schon mal einen kleinen Ausschnitt aus der Rätselaufgabe Nr. 2 als "Gluschtigmacherli" ...

Hier findet Ihr ein "besseres" Foto und natürlich Ralphs Infos.
Die Lösung wird am 2. Oktober bekannt gegeben!

Und Ralph machte gleich den Vorschlag, doch ähnlich wie im "alten" Kochtopf, den Gewinner damit zu belohnen, dass er eine neue Aufgabe stellen darf (natürlich nur wenn er will!)

DANKE RALPH, gute Idee!
Und übrigens, für die, welche das raffinierte Banner bewundern, es ist von indenbergenistfreiheit - den ich im Moment furchtbar um seine Ferien (und -Fotos) aus Alaska beneide.


Was_ist_das_1_1
                                                                       W A S    I S T    D A S ?

Samstag, 09. September 06

Zuger Markt oder wie man das nennt

Als Solothurnerin bin ich marktverwöhnt - sehr sogar - aber davon ein ander Mal. Für mich ist aber Zug regelrechtes Markt-Ödland. Es gibt auf dem Landsgemeindeplatz etwa 8 Marktstände am Samstag-Morgen und sonst eher nichts ...
Nein, den Marktstand vorm gediegenen Einkaufszentrum "Metalli", den muss man einfach erwähnen.

Boog_3_1     Boog4_1

Buuregarte Boog nennt Edgar Boog seinen Stand. Und was er bietet ist absolut nicht zu verachten:
Sehr gut ausgebildetes Personal, 1a-Ware und sein Wissen um alte Gemüsesorten, die er auch immer wieder anpflanzt und anbietet. Ich liebe sein Kartoffelsortiment, das von den französischen kleinen "La Ratte" bis zu den Schweizer Klassikern reicht. Alte Tomaten- und Wurzelgemüsesorten gehören ebenso zum Sortiment wie seltene Früchte. Was immer ihm möglich ist selber anzubauen - er tut es. Und er fachsimpelt auch gerne mit den Kunden über die Zubereitung - und das mag ich besonders.
Und deshalb war ich auch heute morgen wieder am Stand und habe Reinclauden und Mirabellen eingekauft und Holunder und Zwetschgen und und und! Weil ich ein Einmach-Weekend eingeplant habe. Über die Erfolgserlebnisse werde ich wohl berichten - also, mal auf zum frohen Kochdienst!

Boog_2_1     Boog_1_1

Aber noch schöner ist jeweils das Blumen-Angebot gleich gegenüber. Hier werden nur Blumen aus dem Garten - keine einzige aus dem Treibhaus - angeboten. Der Garten ist ein kleines Wunder und es wäre wunderschön, wenn da auch ein Laden wäre. Leider leider kann man die Pracht halt einfach nur in der Saison kaufen und das auf dem Markt. Ist aber eigentlich auch ganz schön, oder!

Aber auf dem Markt muss ich mich immer zurückhalten, es lockt einfach zu sehr, was mit der Zeit dann doch eher kostspielig würde!
Kleine Impressionen (allerdings schon 4 Wochen alt).

Freudenberg1_1     Freudenberg2_1

Buuregarte Boog                     Marktstand "Metalli" in Zug
Drälikon                                   jeweils Samstags 08.00 - 16.00 Uhr
CH - 6331 Hünenberg
Tel. +41 41 780 57 71                Verkauf auch direkt ab Hof!

Freudenberg Blumen               Marktstand "Metalli" in Zug in der Blumensaison
Hauptstrasse
6300 Oberwil/Zug                     kein Laden!

Freitag, 08. September 06

Klein, rot, rund, scharf

Heute morgen beim "Italiener um die Ecke" - und da soll bloss keiner lachen, denn die sind bei uns in Zug ziemlich rar (einen gibt es und auch der ist gut versteckt, wirklich in einer Ecke). Das Geschäft wird geführt von einem Oesterreicher (vermutlich ist er ursprünglich Südtiroler oder irgend etwas ist falsch an ihm - der Dialekt oder der Pass), der mit einer blonden Italienierin liiert ist. Beide haben Herzblut in das Geschäft gesteckt und es gibt da wirklich einige Entdeckungen zu machen. Z.B. den Lardo oder getrocknete Fave oder eben die ganz frischen oder ....

TROTTOLINI (Peperoncini-Art)

Trottolini_1     Trottolini_2

Sie sehen schärfer aus, als sie sind, schmecken leicht süsslich und ... ja was eigentlich - ich hab' sie halt einfach ausprobiert - im Tomatensugo von heute Mittag. Gut sind's, die kleinen Runden!

Filipendula Ulmaria

Maedesuess02 ... oder Mädesüss ... oder Reine des près!
Na, jetzt bin ich auf der Suche nach einer Pflanze, die ich ja auch in meinem Garten haben könnte - denn ich habe ein Dessert gekostet.... *Seufz* Wie ging das schon wieder mit dem Götterfunken?
Entweder verfällt man diesem Dessert oder bääääh!
Also sofort suchen, denn ich will das SOFORT ausprobieren. Nämlich - und überhaupt!

Donnerstag, 07. September 06

"Schlüssel" zu einem schönen Abend

Am 4. September vor zwei Jahren haben wir uns auf dem Mont Vully das Ja-Wort gegeben - wie die Zeit vergeht! Und weil René und ich diese Gegend ausserordentlich lieben, haben wir schon den ersten Hochzeitstag da gefeiert; und sofort auch für dieses Jahr reserviert. Am Sonntag gab es ein feines und ausgiebiges Mittagessen im  Hotel de l'Ours in Sugiez. Das Wirte-Ehepaar Catherine Mao und Martin Angst Mao versteht es immer wieder, uns zu begeistern: Herzliche Aufnahme, ungekünstelte Freude, eine wunderbare Küche, perfekter Service, Gemütlichkeit, sehr zufriedenes Personal, Wohlfühlatmosphäre, eine gute frankophon-deutschschweizerische Mischung aus Lebensfreude und Professionalität. Ein bisschen fühlen wir uns da zuhause. Am Sonntag genossen wir ein feines Mittagsmenü, denn wir holten unseren Hochzeitstag mit meinem Vater und seiner Familie nach - die Entdeckung des Tages: Lachstatar in Zitronencrème!
Am Abend genossen wir unser "Hochzeitsnacht-Zimmer" und schliefen friedlich unserem Hochzeitstag entgegen.
Nach einem ausgiebigen, ganz intimen Frühstück unter den Bäumen machten wir eine "Fahrt über Land" durch das Grosse Moos Richtung Neuenburgersee und Neuchâtel. Den See genossen wir bei einem feinen, leichten Mittagessen auf der Brasserie-Terrasse des Hotels le Vaisseau in Petit-Cortaillod:  Felchenfilet an einem grünen Curryschaum mit gebackenen Kartöffelchen und einem Gemüsekörbchen. Das Restaurant empfiehlt sich übrigens auch für ausgiebigere Essen, aber wir wussten ja, dass uns am Abend ein Feinschmecker-Menü erwartete.

Nach etwas faulenzen und dem Kauf von frischen weissen Pfirsichen aus den Weinbergen des Nachbardorfes machten wir uns gaaanz gemütlich auf Richtung Lugnorre, wo Werner & Therese Rätz die Auberge des Clefs führen. Vor zwei Jahren haben sie das Restaurant um eine wunderschöne Terrasse unter Platanen erweitert. Einfach traumhaft. Als ich letzte Woche einen Tisch reservieren wollte, gab es allerdings nur noch einen auf dem "kleinen Balkon" im 1. Stock - was sich aber im Nachhinein als Glücksfall herausstellte: Den der kleine Saal oben grenzt unmittelbar an die offene Küche - im Winter ist man also regelrecht "mitten im Geschehen" - und hier wird nur ein Menü serviert, das jeden Tag neu zusammengestellt wird. Werner Rätz kommt ganz gemütlich an den Tisch, plaudert und fragt nach Vorlieben. Und das Einzige, was man bestimmen darf, ist, ob man vorher schon wissen will, was serviert wird oder ob es ein regelrechtes Menue Surprise sein soll. Perfekt rät auch der Chef selber, welchen Wein man (wohlgemerkt glasweise) dazu geniessen sollte und überlässt einen dann dem Glück... Unsere Bedienung, eine junge Frau hat sich perfekt um uns gekümmert. Natürlich, mit einer schönen Portion Humor, viel Liebe zum Beruf und kompetent - und sie hat doch tatsächlich mit meinem Mann geschäkert! ;-))

Nun gab es also erstes ein Lachscarpaccio mit Jakobs-Agrumen-Tatar, fritierten Schwarzwurzeln und in Grenadine-Sirup confierten Kumquats. Wunderbar frisch, die Agrumen schmeckten leicht heraus und die essbaren Blüten mit dem Kresse ergänzten genau richtig das Carpaccio. Die Sauce war ein Orangen-Mango-Gedicht und ich hätte gleich dabei verweilen wollen.

Carpaccio_clefs     Suppe_clefs

Als zweiter Gang genossen wir eine herrliche Suppe aus spanischen Datteltomaten mit einer Einlage aus Brot und Kaisergranat. Der Hanfschaum, dekoriert mit einer fritierten Hanfblüte rundete das Ganze ab.

Renés Lieblingssuppe (Tomaten aller Art) war genau das Richtige bevor es an die gebratene Foie gras mit Pistazien und Pinien auf Zwetschgen-Eisenkraut-Kompott ging. Ich gestehe - ICH LIEBE FOIE GRAS! Und diese hier war schlicht einmalig, denn das säuerliche Kompott ergänzt auf wunderbare Art und Weise das gebratene Stück Genuss.

Foisgras_clefs      Kalb_clefs

Tja, und als Hauptspeise zauberte Werner Rätz uns dann ein butterzartes Kalbsfilet mit knusprig gebratenem Wachtelbrüstchen auf Rotwein-Risotto mit Ratatouille. Mjamm! Der Risotto war einfach genial - kernig und schmeckte wirklich nach Rotwein (nicht nur sauer) und das Ratatouille ist das feinstgeschnittenste, das ich je erlebt habe - und zudem noch bissfest und sensationell abgeschmeckt mit feinsten Kräutern. Da wäre es des Guten zuviel gewesen, wenn das Fleisch noch sonderlich gewürzt oder mit einer Sauce serviert worden wäre - der eigene Jus reichte vollkommen!

Schon satt, aber immern noch "lüstern" auf mehr - nämlich das Dessert, warteten wir auf dem Balkönchen und vertrieben uns die Zeit mit Beobachtungen durchs Fenster in die Küche ...

Kche_clefs     Dessert_clefs

Und schon war es da, eine leichte, mit Agrumen parfümierte Panna Cotta auf Pfirsichbett mit frischen Beeren. Passend für unseren Abend natürlich auf einem Herzteller serviert ...

Alles hat uns überzeugt - ganz besonders aber den liebevollen und trotzdem unkomplizierten Umgang mit den natürlichen Produkten und besonders auch den mit den Gästen! Das Restaurant hat sich die 16 Gault-Millau-Punkte mehr als nur verdient - und wer jetzt nämlich noch meint, nur mit Kreditkarte da essen zu können (weil so viel Geld herumzuschleppen fahrlässig wäre), der täuscht sich gewaltig. Der Preis stimmt absolut und wenn man dann als Friandise zum Kaffee und der Rechnung das feine Vanille-Mousse mit Passionsfruchtsauce oder ein frisches Joghurt mit Passionsfruchtsauce erhält, dann erschrickt man höchstens freudig und geniesst den Abschluss umso mehr. Und natürlich vergisst man völlig, dieses kleine süsse Etwas zu fotografieren ;-)

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Vanille-Mousse mit Passionsfruchtsauce
Kategorien: Desserts, Früchte, Mousse
     Menge: 4-6 Personen

========================== VANILLE-MOUSSE ==========================
    200        ml      Milch
    400        ml      Rahm 35%
      4                   Eigelb
    150     Gramm  Zucker
      1                   Vanillestengel

======================== PASSIONSFRUCHTSAUCE ========================
     12    Stücke  Frische Passionsfrüchte
     75    Gramm Zucker
      1     Stück   Orange (nur Saft)
    100   ml        Wasser

============================== QUELLE ==============================
                   Werner Rätz
                   Auberge des Clefs, Lugnorre
                   -- Erfasst *RK* 07.09.2006 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Für die Vanille-Mousse die Milch und ca. 3 dl Rahm aufkochen,
Vanillestengel beigeben und 5 Minuten ziehen lassen.

Zucker und Eigelb in einer Schüssel gut schaumig rühren und die
heiße Milch-Rahm durch ein Sieb unter ständigem rühren dazugeben.
Die Masse im Kühlschrank unter ständigem rühren erkalten lassen. Im
Tiefkühler anfrieren, dann den restlich Rahm zufügen und einfrieren
lassen.

Passionsfrüchte in der Mitte durchschneiden und mit einem
Kaffeelöffel die Kernen und das Fruchtfleisch herauslösen. In einer
Pfanne den Orangensaft, Zucker und Wasser vermischen. Das ganze ca.
20 Minuten kochen. Die Sauce durch ein Sieb passieren und erkalten
lassen.

*BILLI*

Wir haben das Mousse in einem kitzekleinen Glas serviert bekommen
einfach nur als Friandise zum Kaffee (so reicht die Menge natürlich
extrem weit...)
=====

UNBEDINGT RESERVIEREN!!!!!

AUBERGE DES CLEFS                                        Tel. +41 26 673 31 06
Werner & Therese Rätz
Route de Chenaux 4
CH-1789 Lugnorre

Mittwoch und Donnerstag geschlossen!

Dienstag, 05. September 06

Noch eine Prinzessin!!!

So nah liegen traurige und freudige Ereignisse beisammen ...
Und eigentlich haben René und ich unseren gestrigen Hochzeitstag, den wir auf und um den Mont Vully verbracht haben, nicht so vorbehaltlos geniessen können - die Erinnerungen an unsere Nebi sind noch zu frisch und ausgerechnet genau 2 Wochen nach ihrem Tode etwas zu feiern, lag uns ein wenig fern.
Wir haben uns dann doch entschlossen, den Tag zu begehen, schliesslich gehört der Tod zum Leben und unser "Baby" wird uns in Gedanken immer begleiten. Wir verbrachten einen wunderschönen Abend in der Auberge des Clefs in Lugnorre - davon morgen mehr - und eine unruhige Nacht in unserem Hochzeitshotel "de l'Ours" in Sugiez. Heute morgen dann besuchten wir unsere Trauzeugin
Marlis, die eben erst ihr zweites Kind bekommen hat und das genau am Vorabend von Nebis Unfall.

Marlis hat einen wundervollen Mann und ein erstes süsses Mädchen, Anja. Und leider haben wir einfach viel zuwenig Kontakt zueinander. Sie ist mit Ihrer Familie vor einigen Wochen aus dem Jura in ein Dorf in der Nähe von Avenches gezogen und "lebt" derzeit etwas auf einer Baustelle; der Umbau eines wunderschönen über 80-jährigen Hauses fordert einen kleinen Tribut ...
Aber den jüngsten Sprössling stört das überhaupt nicht, sie ist recht zufrieden und ein knuddeliges kleines Ding - kein Wunder, mit 15 Tagen!

Und wie ich dieses wunderbare kleine Mädchen in meinen Armen halte und sie sofort ganz ruhig bei mir wird, da kann ich mit einem Teil dieser Welt wieder etwas Frieden schliessen.
Beim gemeinsamen Mittagessen schliesslich erfahre ich, dass Marlis und Olivier aus mir eine Patin für das kleine Häufchen Glück machen möchten und ich muss einfach JA sagen!
So bin ich nun zum zweiten Mal, nach 9 Jahren, wieder Patin geworden und René und ich haben da also, neben unserer Catherine, eine zweite Prinzessin in unserem Leben!

Farfalla2

Liebe Mirja Emanuelle, manchmal liegt das grosse Glück in ganz kleinen Dingen!

Herzlich willkommen im Leben, mögest Du alle Liebe dieser Welt erfahren und mögen immer Schmetterlinge Deinen Weg begleiten - Sie lindern Schmerzen und bereiten neue Freude.
Sei ein Schmetterling!
Danke, dass ich Dich genau zum richtigen Zeitpunkt habe kennen lernen dürfen!

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