Dienstag, 15. Juli 08

"Schwein gehabt" oder Kindheitserinnerungen

Rasch, rasch, noch steht mein Beitrag für den "sau-guten" Blogevent im Kochtopf nicht.
Ich habe lange hin und her überlegt: So oft, wie wir Schweizer eigentlich Schwein essen, so viele Rezepte sollte es doch geben... Mal abgesehen davon, dass der Grill-Anlass von diesem Wochenende buchstäblich ins Wasser gefallen ist und viele andere Rezepte eher nach tieferen Temperaturen verlangen.
Aaaber, da fallen mir noch zwei Rezepte aus guter alter Kindheit ein: Warum nicht mal etwas "Banales" aufleben lassen?

Gehen wir also zurück in die 70-er:
Und siehe da, der "Jambon à l'Americaine" meiner Mutter war doch so ein Mittwoch-Mittags-Hit, wenn ich meine Freunde zum freien Nachmittag mit nach Hause nehmen durfte. Besonders geeignet war er auch für Mittagessen, bei denen im Anschluss ein Besuch in der "Badi" (Badeanstalt - Schwimmbad) auf dem Programm stand - man sieht, durchaus sommertauglich:
Dicke Model- oder Beinschinkenscheiben, mit Senf bestrichen, eine Ananasscheibe und die unvermeidliche Cocktailkirsche aus der Büchse (nicht die aus dem Glas für die Cocktails) - auf's Blech und ab in den Backofen... zusammen mit Reis, Baguette etc - das war wirklich was!!

Und da war noch der "Beinschinken Mostarda":
Eigentlich dasselbe Vorgehen, nur einen Tick raffinierter...
Also dann, so gibt es doch heute abend noch ein schnelles Schwein!

Beinschinken_mostarda

Dekorativ wirkt die raffinierte Variante nicht - vielleicht hätte ich doch die Ananas-Variante...
Ach was - manchmal muss es einfach schmecken und nicht nur gut aussehen! Und wer mir nun vorwirft, etwas Banales verbloggt zu haben, der soll doch mal in seinen eigenen kulinarischen Kindheitserinnerungen kramen. - - - - Und? Wer weiss, vielleicht wäre das mal ein Blog-Event-Thema?

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 unreg.

     Titel: Beinschinken "Mostarda" oder à l'Americaine
Kategorien: Schnell, Schwein, Gewürze, 70-er
     Menge: 4 Personen

      1      Teel. Speiseöl
      4  Scheiben  Beinschinken ca 1 cm dick

====================== VARIANTE "MOSTARDA" ======================
      2      Teel. Senf
      3      Essl. Einlegeflüssigkeit von Senffrüchten
      1      Essl. Rohzucker
    1/2            Zitrone, Schale feingerieben
      2  Messersp. Nelkenpulver
                   Pfeffer aus der Mühle

=================== VARIANTE "À L'AMERICAINE" ===================
      2      Teel. Senf
      1      Essl. Orangensaft
      2      Essl. Rohzucker
    1/2            Zitrone, Schale feingerieben
                   Pfeffer aus der Mühle
      4            Ananasscheiben
                   Dekor je eine Cocktailkirsche

============================ QUELLE ============================
            adaptiert nach Betty Bossi und Louise Bill
            -- Erfasst *RK* 15.07.2008 von
            -- Marie-Isabelle Bill

Backofen mit normaler Ober- und Unterhitze auf 250 Grad vorheizen.
Kuchenblech mit Alufolie belegen, diese mit Speiseöl leicht
einstreichen.

Schinkenscheiben auf die Alufolie legen.

Restliche Zutaten gut vermischen, die Scheiben damit bestreichen.
Etwas Flüssigkeit zurückbehalten.

Nun das Blech in den Ofen schieben (obere Hälfte) und den Backofen
auf Oberhitze umschalten. Ca 15-20 Min. backen, zwischendurch mit
der restlichen Flüssigkeit glasieren. Die Scheiben sollten glänzend,
hellbraun sein.

Servieren mit Senffrüchten, dazu passt ein frisches Baguette oder
Riz Creole.

BILLI: Kindheitserinnerung pur! Fein würzig - auch schon mit
Couscous mit Weinbeeren, resp. Maulbeeren oder getrockneten
Preiselbeeren und gerösteten Mandeln serviert.

VARIANTE:
Jambon à l'Americaine: Schinkenscheiben mit Senf/Orangensaft/
Rohrzucker/Pfeffer-Mischung bestreichen und eine Ananasscheibe mit
Cocktailkirsche oben auf legen.

=====

Montag, 14. Juli 08

Tiramisù oder Charlotte oder so oder ähnlich...

Wer mit Gästezimmern prahlt, der muss auch damit rechnen, dass er heimgesucht wird...
Unsere "Prinzessin" samt Familie wollte also ein verlängertes Wanderwochenende bei uns auf dem Berg verbringen - leider spielte das Wetter nicht mit. So wurde am Samstag unser Esszimmer zur Spielhölle und am Sonntag nach dem Brunch war ein "Indoor-Ausflug" geplant: René begleitete unsere Gäste in die Höllgrotten im Lorzentobel bei Baar.
In der Zwischenzeit wollte ich endlich mal ein schönes Fruchtdessert zaubern. Tiramisù kann man ja bekanntlich auch in fruchtiger Form reichen und so machte ich mich auf die Suche. Sieh an, sieh an, der Herr Schubeck hat ein Limoncello-Tiramisù mit Himbeeren anzubieten. Etwas überrascht stelle ich fest, dass da tatsächlich ein fixfertiger Biscuitboden verwendet wird. Wäre ich snobby, würde ich jetzt natürlich sofort einen eigenen Biscuitboden produzieren - bin ich aber nicht... Allerdings habe ich keinen fertigen Boden und somit muss ich mich mit den Löffelbiscuits durchschlagen. Mir schwebt zudem ein "schönes Dessert" vor und somit entfällt die Variante "Auflaufform", die Schubeck vorschlägt. Also dann, dann geht es halt ans Tüfteln - Zeit habe ich ja, jetzt wo die anderen in den Grotten verschwunden sind...
Mit einigen Widrigkeiten habe ich zu kämpfen, aber es entsteht ein gelungenes Werk (naja, vielleicht nicht ganz so "schön" wie gewünscht, aber frau wird ja bescheiden). Merke: unten gerundete Löffelbiscuits stehen nicht auf einer geraden Fläche *grins* - es ist von Vorteil, sie gerade zu kürzen...

Die Mengen im nachfolgenden Rezept sind so angepasst, dass die Charlotte eigentlich ganz gut gefüllt ist - im Gegensatz zu meiner, die vielleicht etwas nach "zuwenig Inhalt" aussieht.

Aaaaber das Ding schmeckt paradiesisch gut und ist wirklich nicht schwierig. Der Limoncello zieht nicht vor und die Früchte kommen gut rüber - ich werde die totale Himbeervariante von Schubeck doch noch beherzigen. Wir lieben Himbeeren!
Unbedingt beachten - das Ganze muss wirklich kühl serviert werden!
Und man kümmere sich rechtzeitig um das Blitzlicht - ansonsten entweder die Gäste mürrisch werden oder die Fotos etwas zu dunkel (ich habe Zweiteres in Kauf genommen).

Charlotte Limoncellotiramisucharlotte

Entstehung mit Hindernissen:

Charl_1    Charl_2

Uuups, wollte doch erst die Pfirsiche....              Falscher "Unterteller" - Tortenring ist nicht dicht....

Man beachte die leicht schiefen Löffelbiscuits - eben ich sage nur "unten rund"

Aber wenn's gelungen, dannnnnnn schreiben die Gäste darüber im Gästebuch! Jawoll!

Charl_3

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2

     Titel: Limoncello-Tiramisù-Charlotte mit Sommerfrüchten
Kategorien: Desserts, Früchte, Beeren, Biscuit, Milchprodukte
     Menge: 6-8 Personen / Tortenring 26 cm

     50     Gramm  Zucker
    100        ml  Wasser
    150        ml  Limoncello
                   -- ital. Zitronenlikör
      6   Blätter  Gelatine
      3            Eigelb
    100     Gramm  Puderzucker
    500     Gramm  Mascarpone
    100        ml  Rahm, steifgeschlagen
      3            Eiweiss
      1            Runder Biskuitboden
                   -- ca. 22-24 cm Durchmesser
                   Ca 300 g Löffelbiscuits, evtl. weniger
    3-4    Stücke  Pfirsiche, gehäutet in Filets geschnitten
    500     Gramm  Himbeeren

============================ QUELLE ============================
         sehr frei adaptiert nach
         Alfons Schuhbeck
         im Bayerisches Fernsehen
         2. Oktober 2005
                   -- Erfasst *RK* 14.07.2008 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Zucker mit dem Wasser in einem Topf aufkochen und abkühlen lassen.
Das Zuckerwasser mit dem Limoncello verrühren.

Für die Creme die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Die Eigelbe mit der Hälfte des Puderzuckers in einem Schlagkessel im
heissen Wasserbad knapp unter dem Siedepunkt hellschaumig
aufschlagen. Zuerst die ausgedrückte Gelatine, dann den Mascarpone
unter die warme Eigelbmasse rühren.

Rahm steifschlagen und unter die Mascarponemasse ziehen.

Die Eiweisse mit dem restlichen Puderzucker zu einem festen Eischnee
schlagen. Dann den Eischnee vorsichtig unter die Mascarponecreme
ziehen.

Die Springform mit dem Biskuitboden auslegen. Die Löffelbiskuits auf
der einen Seite quer abschneiden, damit man sie stellen kann und den
Rand zwischen Biskuitboden und Tortenring damit umstellen. Den
Biskuitboden mit der Limoncello-Zucker-Lösung beträufeln.

Eine Hälfte der feinen Pfirsichfilets auf den Boden geben, dann ein
Drittel der Mascarponecreme auf den Biskuit geben, glatt streichen
und mit der anderen Hälfte der Pfirsiche belegen. Das nächste
Drittel der Creme darauf verteilen, die restlichen Löffelbiskuits in
die Limoncello-Zucker- Mischung tauchen und nebeneinander auf die
Creme legen. Die Himbeeren darauf verteilen. Nund die restliche
Creme auf die Himbeeren geben, glatt streichen und mit den übrigen
Früchten dekorieren.

Das Tiramisu mehrere Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Den
Tortenring abnehmen und die Tiramisu-Torte in Stücke schneiden.

Tipp:
Wenn man das Tiramisu in eine Auflaufform schichtet, könnte man die
Creme ohne Gelatine zubereiten und den Biskuitboden durch
Löffelbiskuits ersetzen.

Billi:
Genial, frisch-fruchtig, und wenn man den Trick raus hat mit den
Löffelbiscuits schmeckt es nochmals so gut! Unbedingt recht kühl
geniessen! Mangels Himbeeren zusätzlich Erdbeeren verwendet -
schmeckt ganz bestimmt auch mit anderen Früchtekombinationen
oder auch nur mit einer einzelnen Sorte Früchte (s.Originalrezept,
das auch nur für 4 Pers. ausgerichtet ist).
Restliche Limoncellolösung auf dem Tisch zum Dessert gereicht.

=====


Montag, 30. Juni 08

Einen lieben Rhabarber-Gruss nach Erlangen!

080630_2

Während vor dem Hause die Sonne untergeht,
bin ich endlich wieder am Bloggen ...
- auch "hier auf dem Berg" sind wir nun online und erst noch wireless, somit muss ich nicht im Büro bleiben, sondern kann auch mal von zuhause aus aktiv werden.

Tja, und wie es kommt, bereits bei meinem ersten Eintrag stelle ich fest, dass jemand schneller war...

Der Kochfrosch hat Abschied genommen - von der Rhabarberzeit!

Lustigerweise habe ich am vergangenen Wochenende von unserer Bäuerin noch letzte Rhabarberstängel erhalten und weil mein Göttergatte Rhabarber ausserordentlich liebt, wollte ich einen Kuchen backen. Dafür war dann aber nicht genug vorhanden und so habe ich heute Abend des Kochfroschs Vorlage genutzt, um Reisemuffins zu backen. Einige Erdbeeren waren noch vorhanden - also, halbe-halbe (schliesslich gibt es ja auch hervorragende Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre) und ab damit in den Ofen.
So hat der liebe Mann etwas für eine lange Fahrt nach Nürnberg und das frühe Aufstehen um 04.00 h wird etwas versüsst.
Die restlichen werden morgen zum Kaffee bei der Einsatzbesprechung meiner "Springerinnen" gereicht.

Danke, liebe Kathi, die Dinger schmecken göttlich !!!
(nur leider sind sie nicht ganz so toll aufgegangen wie sie sollten...)

PS.
Anstelle von Buttermilch gleiche Menge Schmand verwendet (soll, gem. einem meiner Muffin-Bücher, als vollwertiger Ersatz gehen. Also, Joghurt, Buttermilch, saure Sahne u.ä. kann 1:1 gegeneinander ausgetauscht werden).

Montag, 17. März 08

Der erste Besuch auf dem Berg!

Wir leben noch im Provisorium!
Die Räume sind noch nicht eingerichtet, teilweise fehlt es an allen Ecken und Enden - vor allem aber fehlt es uns an Zeit...
Nubi und Omar haben sich aber schon eingelebt und geniessen das grosse Haus zum Herumtoben!

Trotzdem oder gerade deshalb freuen wir uns auf unseren ersten Besuch - und der kommt von weit her:
Petra und Helmut, diesmal verstärkt durch Frani und eine Ruta, eine ehemalige Austauschschülerin, machen auf Ihrer Reise ins Tessin bei uns einen Zwischenhalt. Das provisorische Gästezimmer ist bereit, nur das Wetter spielt nicht mit - nix da von romantischer Aussicht etc.... Kälte und Nässe herrschen vor und wir dürfen auch den zusätzlichen Kachelofen einheizen!! Trotzdem, es ist gemütlich und ich geniesse es mal wieder, ausgiebig jemanden bekochen zu dürfen. Allerdings hindern mich einige Ameisenattacken und die noch nicht richtig eingerichtete Küche etwas daran, meinen Zeitplan einzuhalten - es geht mal wieder viiiiiel länger als vorgesehen.

Als Vorspeise jedoch mache ich eine meiner Lieblingsvorspeisen, die ich anlässlich eines Hexenkochkurses bei Judith Meyer von Kirschensturm kennenlernen durfte:
Feine Frühlingszwiebelfladen mit Kräutersalat an Pinienvinaigrette. (Unter uns, für mich könnte zwischendurch eine Mahlzeit auch nur daraus bestehen ;-)  ) Leider fällt das Fotografieren etwas aus, die Zeit ist knapp. Deshalb hier mal ein Foto eines kürzlich notfallmässig entstandenen Fladens ohne Salat. Ich muss darf dann also gleich bald mal wieder eine Vorspeise zaubern, damit wir hier ein "anständiges" Foto haben...

Frhlingszwiebelfladen

===== Titelliste (2 Rezepte) =====

Frühlingszwiebelfladen
Kräutersalat an Pinien-Vinaigrette

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2

     Titel: Frühlingszwiebelfladen
Kategorien: Apéro, Vorspeise, Backen, Gemüse, Hefeteig
     Menge: 4 Personen

==================== MILCHBROTTEIG (CA 300G) ====================
    175     Gramm  Weissmehl
      1      Teel. Zucker
    1/4    Würfel  Hefe (ca 8-10 g), zerbröckelt
    1/2      Teel. Salz
     30     Gramm  Butter, weich
    100        ml  Milch, handwarm

=========================== "FÜLLUNG" ===========================
      1            Frisches Ei
     90     Gramm  Saurer Halbrahm
    100        ml  Doppelrahm
    1/4      Teel. Salz
                   Pfeffer aus der Mühle
                   Muskat
    1-2            Bundzwiebeln mit Grün
    1/2      Essl. Kaffeerahm

====================== ZUM DARÜBERTRÄUFELN ======================
                   Pinienvinaigrette aus "Kräutersalat an
                   -- Pinienvinaigrette"

============================ QUELLE ============================
         Kirschensturm Hexen-Kochkurs 2006
         Judith Meyer & Lucas Rosenblatt
                   -- Erfasst *RK* 06.07.2008 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

MILCHBROTTEIG Mehl, Zucker, Hefe und Salz in einer Schüssel
vermischen, Butter und Milch zugeben und zu einem weichen, glatten
Teig kneten (5-10 Min.) Zugedeckt ca 30 Min. aufgehen lassen

Teig vierteln, jeden Viertel ca 3 mm dick zu Reondellen von ca 15 cm
Durchmesser auswallen. Rondellen ringsum einrollen, so dass ein
etwas erhöhter Rand entsteht. Nun auf das vorbereitete Blech legen
und nochmals 30 Min aufgehen lassen (evtl. mit einem feuchten Tuch
zudecken).

FÜLLUNG:

In der Zwischenzeit den Backofen auf 220 Grad vorheizen und die
FÜLLUNG zubereiten: Ei verklopfen und 1/2 davon beiseite Stellen
(für Bestreichen).

Sauerrahm, Doppelrahm, Salz, Pfeffer und Muskat beigeben, gut
verrühren und abschmecken.

Bundzwiebeln vierteln und fein schneiden, Grünes in feine Ringe
schneiden; alles unter die Ei-Rahmmischung rühren.

Kaffeerahm mit restlichem Ei verklopfen und nun die
Teigrondellenränder damit bestreichen, Rest unter die Füllung
mischen. Böden mit einer Gabel dicht einstechen. 2-3 EL Füllung auf
jede Rondelle verteilen und sofort ab in den Ofen!

Die Fladen ca 15 Min. in der unteren Hälfte des vorgeheizten Ofens
backen.

Sofort auf Teller geben und mit der Pinienvinaigrette beträufeln,
Kräutersalat dazu garnieren und ebenfalls beträufeln. Für eine
üppigere Vorspeise noch ein verlorene Ei in den Kräutersalat legen,
ebenfalls beträufeln.

BILLI:

Einfach köstlich - eine wundervolle Vorspeise, die je nach
Jahreszeit anders schmeckt. Ich habe auch schon anstelle von saurem
Halbrahm und Doppelrahm nur Crème fraîche genommen, ist genauso
aromatisch und etwas weniger kalorienreich.

VARIANTE:

Auch schon Tomatenscheibchen am Rand ausgelegt, etwas mit Olivenöl
beträufelt. Kann problemlos auch so zu einem Glas Weisswein gereicht
werden (Apéro).

=====

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2

     Titel: Kräutersalat an Pinien-Vinaigrette
Kategorien: Sauce, Salat, Kräuter, Kerne
     Menge: 4-6 Portionen

========================== VINAIGRETTE ==========================
     20     Gramm  Pinienkerne, leicht geröstet
      3      Essl. Aceto Balsamico di Modena
      2      Essl. Kaltgepresstes Olivenöl
    1/2     Essl. Akazienhonig
      2      Essl. Kräuter, feinstgehackt (Kerbel, Petersilie, Schnittlauch)
    1/4      Teel. Fleur de Sel oder Meersalz
                   Pfeffer aus der Mühle

============================= SALAT =============================
                   Verschiedene Kräuter, fein gezupft*

============================ QUELLE ============================
         Kirschensturms Hexen-Kochkurs 2006
         Judith Meyer + Lucas Rosenblatt
                   -- Erfasst *RK* 06.07.2008 von
                   -- Marie-Isabelle Bill

Alle Zutaten für die Vinaigrette sehr gut verrühren.

Für die Kräuter die entsprechenden Saisonkräuter frisch (vor dem
Servieren) zupfen und gut untereinander vermischen

*Für den Salat eignen sich neben Basilikum, Kerbel, Schnittlauch,
glatte Petersilie, Estragon, frischem Zitronenthymian, Dill, Brunnen-
oder Landkresse etc. (Lust, Laune, Jahreszeit) auch folgende Kräuter
und Blumen:

1. Grosser Wiesenkopf / junge Triebe
2. Kleine Bibernelle / kleine Blättchen
3. Guter Heinrich / junge Triebe
4. Wiesenklee, Rotklee / junge Triebe, zerpflückte Blüten
5. Wald Sauerklee / junge Triebe (nur wenig)
6. Bärlauch / junge Blätter fein geschnitten (nicht zuviel)
7. Sauerampfer / junge Blätter
8. Waldmeister / Blüten und junge Blätter
9. Gänseblümchen / Blümchen
10. Frauenmantel / junge Triebe
11. Schlüsselblume / junge Triebe, gezupfte Blütenkelche
12. Wiesenkerbel / junge Triebe
13. Kapuzinerkresse / junge Triebe
14. Wilder Fenchel / Triebe
u.v.a.m.

=====



Dienstag, 26. Februar 08

Raus aus dem Hexenhaus - rauf auf den Berg!

Warum so lange nichts lief?
Weil es halt im Leben nicht immer so läuft, wie frau gerade wünscht. Und manchmal gehört dazu, dass das Hobby nicht nur hinten angestellt wird, sondern geradezu auf Eis gelegt werden muss. So schwer das einen fällt - es musste halt sein.
In der Zwischenzeit ist nicht nur viel geschehen, nein sehr viel!

Anfang November erhielten wir die Kündigung für unser geliebtes Hexenhäuschen - gerade jetzt, wo wir unseren Garten zum wilden Blickfang im Quartier gemacht hatten; gerade jetzt wo wir einige Malerarbeiten vornehmen wollten; gerade jetzt wo ...
Tja, jammern nützte nicht viel, obwohl es uns unsagbar schwer fiel. Aber das Glück war uns hold und innert kurzer Frist haben wir eine für Otto-Normal-Zuger eher sehr unkonventionelle Bleibe gefunden:

Hoch über Walchwil, dem "Nizza der Zentralschweiz", wo Feigen wachsen und die schönsten Sonnenuntergänge der Schweiz zu geniessen sind. Ja, das klingt schon etwas prahlerisch, aber es ist so.

Nur dass ...
- wir auf 930 m ü.M. wohnen und somit die Feigen bei uns vor dem Haus nicht gedeihen; dafür die
  Bergkräuter im Garten mit Blick über Zuger- und Vierwaldstättersee
- der Berggarten noch gar nicht steht; wir haben also noch Grosses vor
- wir vom kleinsten 4-Zimmer-Häuschen in ein über 100-jähriges 8-Zimmer-Bauernhaus gewechselt haben
  und es demzufolge auch im Innern des Hauses noch Einiges zu tun gibt (René hat mich grad davor ge-
  warnt, "basteln" zu schreiben - es heisse "heim- oder handwerken" ;-)
- meine Küche etwa 4 Mal (ja, VIERMAL) so gross ist wie die alte, dafür ist sie noch kläglich leer!
  Im Moment ist alles Improvisation und Planung - aber davon später mal.

Und nur, damit man sich eine Vorstellung machen kann, wie die Aussicht am 28. Dezember 2007 Nachmittags war:

Ritg_w_pilatus2_2

Links käme die Rigi - geradeaus liegt der Pilatus ...

Und übrigens, unseren Kaffee konnten wir am vergangenen Sonntag vor dem Haus geniessen, im T-Shirt und eigentlich hätten wir Sonnencrème benutzen sollen!

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